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Das deutsche Spezialchemie-Unternehmen investiert dort 235 Mio. Euro in die Anlage – die bislang größte Investition des Unternehmens in China. Rund 45 Prozent der Summe werden bis Ende 2013 investiert. Mit der neuen Anlage im Changzhou Yangtze Riverside Industrial Park, die eine Kapazität von 160.000 t/a hat, werden bis zu 200 Arbeitsplätze geschaffen. Voraussichtlich ab 2015 können Kunden aus der neuen Anlage beliefert werden.

Lanxess ist – nach eigenen Angaben – der weltweit führende Hersteller von EPDM. Die Produkte werden unter dem Markennamen Keltan vertrieben. China stellt weltweit den größten Markt für EPDM dar. Hauptanteil haben hier die Automobil- und Bauindustrie.

„Wir freuen uns sehr über den bislang erzielten Fortschritt. Diese Anlage unterstreicht unsere Entschlossenheit, näher beim Kunden zu sein und diesen mit Premium-Produkten zu beliefern“, sagte Torsten Derr, Leiter der Business Unit Keltan Elastomers.

Die Keltan-ACE-Katalysatoren des Herstellers ermöglichen eine nachhaltige Produktion in der neuen Anlage, im Vergleich zu herkömmlichen Technik ist der Energiebedarf geringer. Zudem entfällt durch die hohe Effizienz des Katalysators die Katalysatorextraktion. Darüber hinaus ermöglicht das Verfahren die Herstellung von neuen EPDM-Kautschuktypen wie beispielsweise ölverstreckten EPDM-Typen und speziellem EPDM mit einem hohen Molekulargewicht. In der neuen Anlage sollen insgesamt 10 Premium-Typen von EPDM hergestellt werden, die speziell auf die Wünsche der chinesischen Kunden zugeschnitten sind.

EPDM kommt vor allem in der Automobilindustrie bei Türdichtungen, Schläuchen, Riemen oder Dämpfern zum Einsatz. Es wird aber auch für Kunststoffmodifizierungen, für Kabel und Drähte sowie in der Bau- und ölverarbeitenden Industrie verwendet. EPDM zeichnet sich durch sehr geringe Dichte, gute Wärme-, Oxidations-, Chemikalien- und Witterungsbeständigkeit sowie gute elektrische Isoliereigenschaften aus. Lanxess betreibt bereits EPDM-Produktionsstätten in Geleen (Niederlande), Marl (Deutschland), Orange (USA) und Triunfo (Brasilien).

(dw)