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Für den Neubau hat Evonik einen niedrigen zweistelligen Millionen-Eur-Betrag investiert. In dem in nur 13 Monaten Bauzeit errichteten Gebäude arbeiten seit Oktober 2013 34 technische und wissenschaftliche Mitarbeiter.

„Vereint und gestärkt werden die Mitarbeiter in Wesseling nun gemeinsam mit ihren Kollegen weltweit noch gezielter und effizienter an qualitativ hochwertigen Produkten und Zukunftsideen arbeiten, mit denen wir mit unseren Kunden weltweit wachsen wollen“, sagte Dr. Johannes Ohmer, Geschäftsbereichsleiter Inorganic Materials von Evonik. Eine Kombination aus Kieselsäure und Silanen für die Reifen- und Kautschukindustrie ermöglicht Reifenherstellern, den Rollwiderstand der Pneus zu reduzieren und deren Nassrutschverhalten zu verbessern. Dadurch kann der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Reifen um bis zu acht Prozent verringert werden. Von Wesseling aus liefert Evonik gefällte Kieselsäure weltweit an die Reifenindustrie. Bisher waren bereits die Produktion und die Forschung für Silica in Wesseling ansässig. Da lag es nahe, auch die Anwendungstechnik nach Wesseling zu holen.

Auf 2.500 qm werden in dem neuen Gebäude innovative Produkte für die  Gummiindustrie entwickelt und getestet. Mehrere tausend Mischungen pro Jahr unterliegen einer weltweit einheitlichen und kontinuierlich strengen  Qualitätskontrolle. Auch das Gebäude setzt hinsichtlich der Ressourceneffizienz hohe Maßstäbe. Geheizt wird es mit der Abwärme aus der Kieselsäureproduktion im Werk. Um regionale Märkte besser mit erstklassigen Produkten und Lösungen versorgen zu können und näher an seinen Kunden zu sein, baut Evonik die  Kapazitäten weltweit kräftig aus. Erst im März 2014 eröffnete der  Spezialchemiehersteller eine erweiterte Anlage für gefällte Kieselsäure in Thailand, im Mai 2013 war mit der Planung einer neuen Anlage in Brasilien begonnen worden und noch in diesem Jahr soll im US-amerikanischen Chester eine erweiterte Anlage in Betrieb gehen. Allein bis Ende 2014 sollen die Kapazitäten der globalen  Kieselsäurekapazitäten von Evonik um etwa 30 Prozent im Vergleich zu 2010 zunehmen.

Bildunterschrift zum beigefügten Foto:
Dr. Johannes Ohmer, Leiter des Geschäftsbereiches Inorganic Materials
von Evonik, Willy Harren, stellvertretender Landrat des Rhein-Erft-Kreises,
Thomas Wessel, Mitglied des Vorstandes der Evonik Industries AG, Hans-
Peter Haupt, Bürgermeister der Stadt Wesseling, Dr. Gerd Wolter,
Standortleiter Wesseling von Evonik und Dr. Jens Kiesewetter, Leiter der
Anwendungstechnik für Reifen und Gummianwendungen von Evonik
(v.l.n.r.) eröffnen das neue Gebäude für die Anwendungstechnik für
Reifen und Gummianwendungen am Standort Wesseling mit dem
Durchschneiden eines Gummibandes.