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In das Geschäftsjahr 2014 ist das Unternehmen, das im Geschäftsjahr 2013 einen deutlichen Rückgang von Umsatz und Ergebnis (Ebitda) hinnehmen musste, verhalten gestartet. Im 1. Quartal fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,5 % auf 2 Mrd. Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 17,8 % auf 205 Mio. Euro. Der Konzerngewinn lag mit 25 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

„Wir konnten zwar unser operatives Ergebnis steigern, doch wir bewegen uns nach wie vor auf einem eher niedrigen Niveau“, sagte der neue Lanxess-Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert auf der Jahreshauptversammlung des Unternehmens am 22. Mai. Zachert weiter: „Ich möchte Sie bereits heute darauf einstellen, dass die nächsten zwei bis drei Jahre keine einfachen sein werden. Aber ich bin sicher, dass Lanxess als Unternehmen aus der Neuausrichtung gestärkt hervorgehen wird.“

Um den Konzern neu auszurichten, will Lanxess mehrere Maßnahmen ergreifen. Im Bereich der Verwaltung will das Unternehmen Strukturen und Entscheidungsprozesse verbessern. In den Geschäftsbereichen plant der Konzern die Weiterentwicklung der Kunden- und Marktausrichtung. Darüber hinaus wird die Profitabilität der Standorte analysiert. Mögliche temporäre oder dauerhafte Stilllegungen von Anlagen werden geprüft. Zudem sondiert der Konzern strategische Partnerschaften zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kautschukbereichs und zur Ausbalancierung des Unternehmens.

Um die Neuausrichtung zu finanzieren und seine Finanzposition zu stärken, hat der Konzern sein Grundkapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre um 10 % erhöht. Die neuen Aktien wurden Anfang Mai mittels eines „beschleunigten Bookbuilding“-Verfahrens institutionellen Investoren angeboten. Das Unternehmen erlöste durch diese Transaktion rund 430 Mio. Euro.

Die auszahlungswirksamen Investitionen im laufenden Geschäftsjahr 2014 werden auf dem Niveau des Vorjahres liegen, in dem der Konzern 624 Mio. Euro investierte. Nach Abschluss seiner großen Wachstumsprojekte in Singapur (Butylkautschuk-Anlage) und China (EPDM-Anlage) sollen die Investitionen im Jahr 2015 deutlich unter 600 Mio. sinken und 2016 etwa 400 bis 450 Mio. betragen.

(dw)