Im Vorfeld hatte der Reifenhersteller insgesamt 50 Standorte in ganz Europa geprüft. Gründe für diese Entscheidung waren lautet Nexen-Generaldirektor Byung-Jung Kang das Arbeitskräftepotential der Region, ein für die Realisierung dieses Projektes gut vorbereitetes Industriegebiet und die Lage in Bezug auf die Absätzmärkte. Von hier sind die größten Absatzmärkte des Herstellers wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien gut zu erreichen, und zugleich ist es relativ nah zum dynamisch wachsenden osteuropäischen Markt. Ein weiterer Grund für die Investitionsentscheidung sei das Entgegenkommen der tschechischen Regierung gewesen. Diese hat für den Reifenhersteller eine Reihe von Investitionsanreizen geschaffen wie vor allem Steuerferien. Der Gesamtwert dieser Anreize liegt bei 140 Mio. Euro (3,8 Mrd. Kronen).

Der Kaufpreis für das 60 Hektar große Grundstück für das künftige Reifenwerk in Žatec soll etwa einen Euro pro Quadratmeter betragen, wogegen der Standardpreis für ein Grundstück in der umliegenden Industriezone bei 14,5 Euro je Quadratmeter liegt, berichtet Radio Prag weiter. Nexen will in rund zwei Jahren mit der Reifenherstellung in seinem neuen tschechischen Werk beginnen. Die Investition soll mehr als 1.000 Arbeitsplätze schaffen. Die Reifen will das Unternehmen dann vorrangig an die südkoreanischen Automobilhersteller Hyundai und Kia in Tschechien und der Slowakei liefern, aber auch an den Autohersteller Škoda in Mladá Boleslav.

(dw)