Additiv-Granulat, das von einer Metallschaufel in eine Hand geschüttet wird.

Additive zur Reifenherstellung. (Bild: Lanxess)

Die Lebensdauer ist ein wichtiger Leistungsindikator für Gummiartikel. Beispielsweise kann es bei Pkw-Reifen auf Basis von SSBR/BR-Silika-Mischungen vorkommen, dass die Lauffläche während der Nutzungsdauer „nachvulkanisiert“, dadurch Veränderungen im Molekülnetzwerk erfährt und allmählich verhärtet. Additive ermöglichen es den Reifenherstellern, Mischungen für Ultrahochleistungsreifen zu entwickeln und herzustellen, die eine nachhaltige Performance über die gesamte Lebensdauer gewährleisten.

Dazu wird am ersten Veranstaltungstag um 16:30 Uhr Dr. Hermann-Josef Weidenhaupt, Spezialist für Kautschukadditive bei Lanxess, in einem Fachvortrag mit dem Titel „Perkalink 900 – The smart solution for sulfur and peroxide crosslinking“ die besonderen Qualitäten des Antireversionsmittels bei der Vernetzung vorstellen.

Perkalink 900 sorgt in schwefelvulkanisierten Mischungen dauerhaft für Hitzestabilität, indem es neue stabile Kohlenstoff-Kohlenstoff-Netzstellen anstelle der Schwefelbrücken bildet, die durch Reversionsprozesse während der Vulkanisation oder im Lauf der Nutzung zerfallen können. Es wird in vielen schwefelvulkanisierten Kautschuken wie NR, IR, SBR, BR oder Blends dieser Elastomere eingesetzt, um eine verbesserte Reversionsbeständigkeit bei der Vulkanisation auch bei höheren Temperaturen zu erreichen. Dadurch lässt sich die Produktivität steigern, ohne dass die Materialeigenschaften beeinträchtigt werden. Insbesondere sehr dickwandige Gummiprodukte profitieren davon.

Dies ist bei der Devulkanisation zu beachten

Bei der Rückgewinnung von Ausgangsstoffen aus Gummiprodukten werden Polymerketten durch extreme Hitze und mechanische oder chemische Kräfte aufgebrochen. Dabei verschlechtern sich die mechanischen Eigenschaften erheblich.

Daher ist bei der Devulkanisierung ein spezielles Vorgehen erforderlich, bei dem nur die bei der Vulkanisierung entstandenen Schwefelbrücken zerstört werden. Dies beruht auf der geringeren Bindungsenergie der S-S- und C-S-Brücken (S = Schwefel, C = Kohlenstoff). Die mechanischen Eigenschaften bleiben dabei weitgehend erhalten. Beim Devulkanisieren ist es wichtig, nicht zu viele C-C-Bindungen in der Polymerkette aufzuspalten. Außerdem muss verhindert werden, dass sich aufgebrochene C-S- und S-S-Bindungen, das heißt Radikale, mit dem in der Mischung vorhandenen Schwefel wieder verbinden. Bei diesem letzten Schritt kommt das Verarbeitungshilfsmittel Aktiplast 79 zum Einsatz: Es blockiert effektiv die gebildeten Radikale, indem es mit ihnen reagiert. So kann sich die aufgebrochene Bindung nicht neu bilden.

Deshalb sind die Lieferketten für Kautschukadditive stabil

„Als weltweit größter Hersteller von Polymer- und Silica-gebundenen Additiven mit mehr als 125 Jahren Erfahrung in der Kautschukindustrie bieten wir unseren Kunden nicht nur eine gleichbleibend hohe Qualität, sondern können ebenfalls die Verfügbarkeit der Additive – selbst in der derzeit allgemein schwierigen Situation – sicherstellen“, sagt Dr. Benjamin Bechem, Leiter des globalen Marketings für Additive beim Lanxess-Geschäftsbereich Rhein Chemie.

Halle/Stand 9/133

Quelle: Lanxess, Rhein-Chemie

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