Dichtungen

Die PFAS Regulierung schließt die Fluorpolymere mit ein. Diese sind jedoch hochmolekular und sollten laut Pro-K gesondert betrachtet werden. (Bild: Pawel Strykowski - fotolia.com)

Die EU-Regulierungsbehörden haben im Juli 2021 eine Absichtserklärung für einen Vorschlag zur Beschränkung von PFAS, Per- und Polyfluoralkylsubstanzen, eingebracht. Derzeit wird ein Beschränkungsdossier erstellt. Fluorpolymere sind ebenfalls in der PFAS-Stoffgruppe enthalten. Da sich die hochmolekularen Fluorpolymere von den meist niedermolekularen PFAS-Stoffen deutlich unterscheiden, setzt sich Pro-K für eine differenzierte Betrachtung der Fluorkunststoffe ein.

Die EU-Regulierungsbehörden haben die Fluorpolymerindustrie jetzt aufgefordert, weitere Informationen über die Unersetzbarkeit von Fluorpolymeren in den verschiedenen Anwendungsbereichen bereitzustellen. Darunter fallen auch sozioökonomische Daten für den Fall, dass Fluorpolymere nicht mehr verfügbar wären sowie Daten zum Verbleib von Fluorpolymeren am Ende ihrer Lebensdauer.

 

Deshalb sind die Marktstudien wichtig

Um diese Daten zu sammeln und für die Regulierungsbehörden bereitzustellen, hat Pro-K zwei Studienprojekte initiiert und mit der Durchführung die zwei renommierten Beratungsunternehmen Chemservice und Conversio beauftragt. Für die Studien werden Verarbeiter und Anwender von Fluorpolymeren aller wesentlichen Marktsegmente in Deutschland und angrenzenden Ländern angesprochen.

Der Auftrag an Chemservice beinhaltet vor allem die sozioökonomische Analyse von Fluorpolymeranwendungen und mögliche Auswirkungen auf die Endindustrie und die europäische Wirtschaft insgesamt. Weiterhin sind der Nachweis der Unersetzbarkeit von Fluorpolymeren in den wichtigsten Anwendungen, einschließlich Informationen über mögliche Alternativen zu Fluorpolymeren und den damit verbundenen Kompromissen, Ziele dieser Studie.

Conversio Markt & Strategie untersucht vor allem Stoffkreisläufe und geht der Frage über den Verbleib der Fluorpolymeren nach dem Ende ihres Lebenslaufs nach: Werden sie sicher entsorgt und wiederverwendet oder erzeugen sie Emissionen an Fluorsubstanzen in die Umwelt?

Die Studien werden voraussichtlich bis Juni 2022 abgeschlossen sein, kurz vor dem Stichtag, an dem die EU-Behörden noch zusätzliche Beiträge für ihre Dossiers berücksichtigen können.

Quelle: Pro-K

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