Die deutschen Automobilhersteller setzten im Mai ihren Erfolgskurs auf den Exportmärkten fort. Mit 366700 Einheiten (+7,7 %) waren die Pkw-Ausfuhren so hoch wie noch nie zuvor im Mai. Im bisherigen Jahresverlauf wurde das bereits hohe Ausfuhrergebnis noch einmal um 11 % übertroffen. Das hervorragende Exportergebnis schlug sich auch in der Produktion nieder, die im Mai erneut um 1,7 % zulegte. Im Jahresverlauf rollten mit 2,49 Mio. (+7,2 %) so viele Pkw in Deutschland von den Bändern wie nie zuvor.

Der Pkw-lnlandsmarkt befindet sich dagegen nach wie vor in einer schwachen Verfassung. Trotz guter Konjunkturnachrichten und einer sich aufhellenden Arbeitsmarktsituation ist der Aufschwung im Automobilgeschäft bislang noch nicht angekommen. Im Mai wurden mit voraussichtlich 294000 Pkw 11 % weniger Fahrzeuge als im Vorjahr neu zugelassen. Allerdings wies der Vorjahresmonat das für einen Mai mit Abstand höchste Zulassungsergebnis der letzten sechs Jahre auf.

Die Gründe hierfür sind ein Mix aus Mehrwertsteuereffekt und einer breiten Verunsicherung der Autokäufer durch hohe Spritpreise, Neuausrichtung der Pendlerpauschale sowie die aktuelle CO2-Diskussion. „Hier ist zu allererst die Politik gefordert, durch klare Rahmenbedingungen wieder mehr Vertrauen bei den Bürgern zu schaffen und damit den Knoten auch bei der Automobilnachfrage zum Platzen zu bringen“, so Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Frankfurt/M.

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