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Erstmals können nun auch Bauteile aus einer Verbindung von Thermoplasten und Elastomeren gefertigt werden. (Bild: Trelleborg Sealing Solutions)

Im Kunststoffbereich gehören Mehrkomponententeile aus Duroplasten und Thermoplasten seit einiger Zeit zum Standard. Trelleborg Sealing Solutions ist es zudem gelungen, solche Verbindungen auch für Elastomere zu realisieren und so kombinierte Dichtungslösungen zu ermöglichen.

Die Zusammensetzungen polymerer Werkstoffe sind meist geistiges Eigentum der Erzeuger und nicht ohne weiteres zugänglich. Daher fehlen gerade bei Elastomeren oft Informationen, die zum Sicherstellen einer dauerhaften Verbindung mit einem andersartigen Werkstoff nötig wären. Deshalb war es bisher kaum möglich, Thermoplaste und Elastomere mit der notwendigen Festigkeit zu vereinen.

 

Wieviele Materialkombinationen validiert sind

Im Multicomponent Development Center von Trelleborg wurde daher der Einfluss von Oberflächeneigenschaften und Materialverarbeitung auf den Haftverbund der Elastomere zu verschieden Kunststoffträgern untersucht. Das Ergebnis: ein Prozess, der ohne Vorbehandlung, Klebstoffe, Oberflächenvorbereitung oder sonstige Maßnahmen auskommt. Das äußerst zuverlässige Verfahren eignet sich auch für einen hohen Automatisierungsgrad mit visuellen oder funktionalen Qualitätskontrollen. Inzwischen validierte Trelleborg rund 50 verschiedene Materialkombinationen – die Tests werden weiter fortgeführt, um eine Datenbank aufzubauen.

Deshalb lohnt es sich Baugruppen in Bauteile umzuwandeln

Bewährte Verfahren des Unternehmens zum Herstellen von Mehrkomponentenbauteilen für Verbindungen von Flüssigsilikonkautschuk (LSR) mit Kunststoffen gibt es bereits. Diese halten der für das Umspritzen erforderlichen Hitze stand. Mit der Mehrkomponententechnologie lässt sich aus mehreren Werkstoffen ein einziges Bauteil erzeugen.

Neben der Abdichtung wirken sich innovative Konstruktionen auch auf Struktur, Gehäuse oder die Halterung der Dichtungslösung aus. Die Umwandlung einer Baugruppe in ein einzelnes Bauteil bringt dabei sowohl technische als auch wirtschaftliche Vorteile: Diese sind nicht nur kompakter, leichter und robuster, sondern auch die Kosten für Fertigung und Montage können reduziert werden. Ein einzelnes Bauteil mindert zudem die mit der Montage verbundenen Risiken und eliminiert Probleme im Zusammenhang mit Toleranzüberlagerungen, blinder Montage oder sekundären Vorgängen. Aus Sicht des Fertigungsunternehmens sind eine geringere Anzahl an Lieferanten zu verwalten und weniger Artikel auf Lager zu halten.

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Trelleborg Sealing Solutions Germany GmbH

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