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Austauschbare Werkzeugformen (Bild: Brabender)

Es passt sich nahtlos in bestehende Laboranlagen ein und löst diverse Herausforderungen der Compoundentwicklung, etwa im Blick auf die Restfeuchte-Problematik oder den effektiven Umgang mit geringen Materialmengen. Im klassischen Workflow wird ein Materialmuster im Laborextruder granuliert und zum Spritzgießer geschickt, der daraus Prüfkörper herstellt. Ein zeitaufwändiger Prozess. Das neue System dagegen fertigt spritzgegossene Probenkörper für eine Vielzahl gängiger Laboruntersuchungen bereits aus dem zur Granulierung bestimmten Polymermuster – und zwar schnell und inline, also direkt aus dem extrudierten Polymerstrom. Ein weiterer Vorteil: Die so produzierten Probenkörper wie beispielsweise Schulterstäbe, entsprechen dem Endprodukt in Bezug auf zentrale physikalische Kennwerte besser als solche, die im konventionellen Werkstoffentwicklungs-Workflow aus bereits einmal aufgeschmolzenem Granulat gefertigt werden. Das Aggregat erspart dem Entwickler also nicht nur den zeitaufwändigen Granulatversand zum Spritzgießer, sondern dem Werkstoff zudem die Nachteile eines erneuten Aufschmelzens vor der Prüfung. Zudem müssen für die Bereitstellung der Werkstoffmengen, auf die das Aggregat zugeschnitten ist, keine Produktionsanlagen blockiert werden. Während für die Herstellung von Probekörpern im klassischen Verfahren größere Compoundmengen erforderlich sind, reichen für kleinere Laboranlagen wenige Kilogramm.

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