FLUORKAUTSCHUK Mit einer voll automatisierten Fertigungszelle produziert Reiff Elastomertechnik (R.E.T.) im Werk Reutlingen Schleifeinsätze aus Fluorkautschuk für ein Elektrowerkzeug von Fein, Schwäbisch Gmünd.

Für anspruchsvolle Bearbeitungen bietet der schwäbische Werkzeughersteller den universell einsetzbaren MultiMaster an. Mit dem optionalen Profil-Schleif-Set sind auch schwer zugängliche Bereiche sowie Teile mit konkaven oder konvexen Profilen bearbeitbar. Die sechs unterschiedlich geformten Profileinsätze werden einfach in den Halter eingesteckt und mit einem Schleifpapier in gewünschter Körnung umspannt.

Der für die Schleifeinsätze verwendete Fluorkautschuk (FPM) ist bis 200 °C temperaturbeständig und hat eine Härte von 85 Shore A. Ein Hohlraum in der Profilgeometrie sorgt für Flexibilität und eine gute Wärmeabfuhr. Gefertigt werden die Einsätze auf drei Spritzgießmaschinen mit einer Schließkraft von je 1000 kN und einer Kapazität von insgesamt rund 2 Mio. Einheiten pro Jahr. In einem einzigen Arbeitsgang entsteht pro Maschine jeweils ein komplettes Set mit den sechs Schleifeinsätzen, deren Masse von 23 bis 27 g variiert. Durch entsprechende Auslegung des Spritzwerkzeugs ist es gelungen, alle sechs Profilstücke gleichzeitig in einem einzigen Werkzeug herzustellen: Die Düsen verfügen über ein hydraulisches Nadelverschlusssystem, an dem sich jedes der sechs Formnester einzeln verändern lässt.

Das Fluorkautschuk-Rohmaterial wird in einem Schneckenextruder auf etwa 70 bis 80 °C erwärmt und mit einem Druck von etwa 2800 bar durch sechs Einzeldüsen in das Werkzeug eingespritzt. Der Einspritzvorgang erfolgt in Kaltkanaltechnik, das heißt, die Düsen sind nur 80 bis 90 °C warm. Erst im etwa 190 °C heißen Konturbereich des Spritzwerkzeugs findet eine thermische Vernetzung des Kautschuks statt. Eine Isolierplatte zwischen Einspritzeinheit und Konturbereich sorgt für thermische Trennung. Nach abgeschlossener Vulkanisation werden die Profilteile vollautomatisch entformt, über Fallschächte sortiert und zum nächsten Fertigungsprozess transportiert. Überschüssiger Gummi wird durch Stickstoffentgraten ebenfalls automatisch entfernt.

Durch das intelligente Fertigungskonzept ist es gelungen, hohe Produktqualität bei niedrigen Kosten zu realisieren.

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