PUR-DICHTUNGSSCHAUM Wissenschaftler an der Universität Freiburg forschen derzeit an der Übertragung der Selbstreparatureffekte von Lianen auf Polyurethan-(PUR-)Schaum. Erste technische Anwendung ist eine Membran für pneumatische Strukturen.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Bionik – Innovationen aus der Natur“ geförderte Projekt trägt den Namen „Bionische Selbstreparierende Membranen“ (BSM). In ersten Untersuchungen mit dem halbharten Formschaum Raku-PUR gelang es dem Forschungsteam um Dr. Olga Speck, die Wundversiegelung von Lianen im Labormaßstab auf den PUR-Schaum zu übertragen. Eine selbstreparierende Beschichtung verhindert bei Kunststoffmembranen in pneumatischen Systemen, dass sie bei Einrissen mit sofortigem Druckabfall reagieren.

Das BSM-Projekt könnte dem PUR-System völlig neue Anwendungen eröffnen – etwa beim Bau von Veranstaltungshallen oder Behelfsbrücken mit der aufblasbaren Leichtbautragstruktur Tensairity, die an der EMPA in der Schweiz untersucht wird. Bei Verletzungen mit Nägeln bis zu einem Durchmesser von 5 mm wurde die Geschwindigkeit des Druckabfalls im Vergleich zu unbeschichteten Membranen um zwei bis drei Größenordnungen verringert und somit ein hoher Selbstreparatureffekt erzielt. Auch Luftmatratzen oder Schlauchboote könnten eines Tages von der Entwicklung profitieren. Im nächsten Schritt soll die Umsetzung auf einer automatisierten Dosierzelle DC-CNC des Partnerunternehmens Rampf Dosiertechnik erprobt werden.

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