Die Kommission stellte fest, dass die von Ungarn gewährte Beihilfe die regionale Entwicklung fördert und etwaige Wettbewerbsverzerrungen begrenzt bleiben. Im Juni 2014 hatte Ungarn sein Vorhaben angemeldet, den Bau dieser neuen Reifenfabrik mit einem direkten Zuschuss in Höhe von 48,2 Mio. Euro, einer Beschäftigungsbeihilfe von 2,8 Mio. Euro sowie Steuervergünstigungen von rund 44,7 Mio. Euro zu fördern. Bei der neuen Reifenproduktion handelt es sich um Pkw-Reifen (Ganzjahres-, Sommer- und Winterreifen), Reifen für leichte Nutzfahrzeuge und Reifen für Lkw und Busse.

Die Untersuchung der Kommission ergab, dass die Marktanteile von Apollo Tyres Ltd., der Muttergesellschaft von Apollo Hungary, bei Pkw-Reifen, Reifen für leichte Nutzfahrzeuge und Reifen für Lkw und Busse im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) nach der Investition weiterhin unter 25 % liegen werden. Zudem werden die mit der Investition geschaffenen Produktionskapazitäten unter 5 % des Marktes liegen. Die Kommission kam daher zu dem Schluss, dass der mit der Maßnahme geleistete positive Beitrag zur regionalen Entwicklung stärker ins Gewicht fällt als die mit der staatlichen Beihilfe verbundene Wettbewerbsverfälschung.

Weitere Einzelheiten des Beschlusses der Europäischen Kommissionen finden Sie in der deutschsprachigen Pressemitteilung der Kommission auf deren Internetseite.

Press Release in English
You will find the English press release „Commission endorses investment aid to Apollo Hungary for production of tyres in Gyöngyöshalász“ on the website of the European Commision or directly here.

(dw)