Sprecher des Unternehmens und der Gewerkschaft wollten die Pläne nach WDR-Angaben am vergangen Freitag nicht bestätigen. Lanxess selbst wolle sich in dieser Woche – voraussichtlich am Donnerstag – zum Thema äußern.

Den Berichten zufolge soll jede 14. Stelle in dem Unternehmen gestrichen werden; das wären etwa 1.200 Arbeitsplätze. Betroffen wären das Marketing, die Verwaltung und die zentrale Forschung und Entwicklung. In der Produktion sollen dagegen keine Arbeitsplätze eingespart werden.

Konzernspitze und Betriebsrat verhandeln offenbar darüber, wie der der geplante Stellenabbau möglichst sozialverträglich vollzogen werden soll. Die Pläne des Konzerns sehen offenbar vor, dass möglichst viele betroffene Mitarbeiter freiwillig zum Ausscheiden aus dem Unternehmen bewegt werden sollen. Der Ausstieg soll den Betroffenen mit einer großzügigen Vorruhestandregelung und hohen Abfindungen schmackhaft gemacht werden. Als ultima ratio seien aber auch betriebsbedingte Kündigungen möglich.

Weltweit beschäftigt Lanxess rund 17.000 Mitarbeiter. Größte Standorte des Unternehms sind Köln, Leverkusen und Krefeld in Nordrhein-Westfalen mit zusammen mehr als 4.800 Beschäftigten. Weitere Unternehmensteile gibt es unter anderem in Bitterfeld, Brunsbüttel und Mannheim.

(dw)