Der größte Absatzmarkt für thermoplastische Elastomere ist die Fahrzeugindustrie: Sie verarbeitet derzeit rund 40 % der gesamten Produktion. Die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen, außerordentlich vielseitigen TPE-Sorten reichen von Stoffbeschichtungen über Dichtungskomponenten bis hin zu Stoßstangen. Zunehmend werden TPE auch in der Bauindustrie, im Maschinenbau, in der Medizintechnik und in anderen Industrien gebraucht. Weitere wichtige Anwendungsgebiete sind Schuhsohlen, Sportartikel, aber auch zum Beispiel Spielzeuge und Haushaltsgeräte.

Die Marktanteile der diversen TPE-Typen variieren stark von Land zu Land. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Größe der jeweiligen Abnehmerbranchen sowie an unterschiedlichen Qualitätsstandards und Preisniveaus. Die weltweit mit Abstand am häufigsten verwendete TPE-Sorte ist die Gruppe der Styrol-Blockcopolymere (SBC), deren Einsatz von der Beimischung in Klebstoffen bis zur Asphaltmodifizierung im Straßenbau reicht. An zweiter Stelle kommen die thermoplastischen Polyolefine (TPO), deren Hauptanwendungsgebiet vor allem die Fahrzeugindustrie ist. Aus thermoplastischen Polyurethanen (TPU) werden unter anderem Türgriffe für Autos, Ski-Schuhe oder auch Kabelummantelungen gefertigt. Am stärksten zulegen werden in Zukunft voraussichtlich thermoplastische Vulkanisate (TPV), die zum Beispiel für Schläuche gebraucht werden.

China, USA, Japan und Deutschland sind die vier größten Verbraucher von thermo-plastischen Elastomeren; auf sie entfielen im Jahr 2014 rund 63% der weltweiten TPE-Nachfrage. Nach Einschätzung von Oliver Kutsch, Geschäftsführer von Ceresana, gehören TPE zu den Werkstoffen, die sich „am dynamischsten entwickeln“. Kutsch weiter: „Ausgehend vom Automobilbau ersetzen sie zunehmend herkömmliche Materialien.“ Die stärksten Wachstumsraten erwartet das Marktforschungsunternehmen für die Regionen Asien-Pazifik und Südamerika, besonders China, Indien und Brasilien. Selbst in den etablierten Märkten in Nordamerika und Westeuropa wird der TPE-Verbrauch voraussichtlich um mindestens 2 % pro Jahr steigen. Die stetig wachsende Nachfrage lockt vor allem in Asien zahlreiche neue Produzenten auf den Markt. Allein China hat seine TPE-Produktion in den letzten acht Jahren um über 600.000 t erhöht. Damit konnte der chinesische Nettoimport trotz des starken Nachfrageanstiegs sogar leicht reduziert werden.

Weblink zur Ceresana-Studie
Die Ceresana-Studie hat 365 Seiten und enthält 14 Länderprofile sowie 69 Firmenprofile (TPE-Hersteller). Die Studie kostet in der Basis-Version 2.500 Euro (Buch).

(dw)