Press release in English „Elastomer Molding Simulation: Improving Pressure Demand Prediction“ – please click here.

Bei der Auslegung von Elastomerwerkzeugen ist die Spritzgießsimulation ein etabliertes Werkzeug. Allerdings weicht der vorhergesagte, zur Füllung benötigte Druck manchmal vom realen Druckbedarf ab. Bei der Deutschen Kautschuktagung (DKT) Ende Juni in Nürnberg gibt der Softwarehersteller in einer Präsentation und an seinem Stand Einblicke in die Druckberechnung und Empfehlungen, um die erzielten Ergebnisse besser zu interpretieren. Eingesetzt wird die Software zur Vorhersage der Bauteilfüllung, bei der Identifizierung von Produktionsproblemen (wie ungenügender Vernetzung und Lufteinschlüssen) und auch bei der Auslegung der idealen Werkzeugtemperierung, um die Wirtschaftlichkeit des Herstellprozesses zu erhöhen.

Der Hersteller seine Simulationssoftware nach eigenen Angaben in den letzten Jahren stark weiter entwickelt. Sie reproduziert jetzt den kompletten Spritzgießprozess von Elastomeranwendungen über mehrere Zyklen. Diese kommerziell als Sigmasoft Virtual Molding verfügbare Software arbeitet als virtuelle Spritzgießmaschine, die akkurat die Produktionsbedingungen nachstellt und frühzeitig mögliche Qualitätsprobleme und ihre Ursachen aufdeckt. Die Vorhersage der thermischen Ergebnisse, wie zum Beispiel des Vernetzungsgrades oder der Zykluszeit, wurde durch diese Weiterentwicklung stark verbessert. Gleichzeitig ist die genaue Druckvorhersage, aufgrund der wenigen verfügbaren Materialdaten von Elastomeren, häufig noch immer schwieriger.

Um die Qualität von Simulationsergebnissen kontinuierlich zu verbessern, engagiert sich der Software-Hersteller gemeinsam mit Industriepartnern in einem Arbeitskreis, um den Ursachen für Abweichungen zwischen berechneten und gemessenen Werten auf den Grund zu gehen. Die bisher erzielten Ergebnisse werden auf der kommenden DKT präsentiert. So stellt der Vortrag „Pressure Prediction in Elastomer Molds“ des Produktmanagers Timo Gebauer die unterschiedlichen Berechnungsmodelle und die idealen Randbedingungen zur Vorhersage des Druckbedarfs vor. Auch der Einfluss des gewählten Modells und der getroffenen Annahmen auf die Druckergebnisse ist Thema des Vortrags. Die vorgestellten Ergebnisse helfen Simulationsanwendern bei einer besseren Bewertung von gemessenen Werten und Streubreite der simulierten Druckkurven. Die Zuhörer erhalten außerdem einen Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand der Prozesssimulation und die Fragestellungen, die weitere Entwicklungen antreiben.

(dw)