Kunststoffproben nach dem Zugversuch (Bildquelle: Zwick Roell)

Die Herausforderung bestand darin, dass die Laufräder eine Last von bis zu 150 kg je Rad bei einer Geschwindigkeit von 320 km/h tragen und dabei Höhenunterschiede von bis zu 2 mm möglichst stoßfrei überfahren müssen. Derartigen Anforderungen werden die meisten Materialien nicht gerecht. Gefragt sind hohe Festigkeit, Elastizität und Bruchdehnung: Hier setzt man deshalb auf Polyurethanwerkstoffe. Aufgrund der hohen Lasten und Laufgeschwindigkeiten kommt es besonders auf den Verschleiß­widerstand an. Um entsprechende Berechnungen im Vorfeld durchführen zu können, wird eine Materialprüfmaschine von Zwick Roell, Ulm, verwendet. Die Räder werden in Zug-, Druck- und Biegeversuchen überprüft. Die gewonnenen Daten fließen in die weitere Materialentwicklung ein: Während die Zutaten der verwendeten PU-Werkstoffe immer die gleichen sind, kommt es auf die Kombination aus Additiven, Katalysatoren und nicht zuletzt die Verarbeitung an. Tatsächlich haben externe Tests ergeben, dass der verwendete Werkstoff selbst der Belastung bei 450 km/h standhält.