Der Premiumklimaschrank enthält das neue Kältemittel als Ersatz zu
R23. (Bildquelle: Weiss)

Das neue Kältemittel ist das Ergebnis eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses von Weiss, Reiskirchen, mit der Technischen Universität Dresden. Es wird von Technische Gase und Gastechnik Tega unabhängig produziert und vertrieben werden. Bei der Entwicklung wurde zunächst untersucht, ob ein natürlich vorkommender Reinstoff alternativ zu R23 für die klimatechnischen Anforderungen in Frage kam. Da dies nicht der Fall war, wurde geprüft, welche Verbindung von CO2 mit den Vorteilen von Kohlenwasserstoffen die gestellten Anforderungen erfüllt. Die Parameter Gefriertemperatur, Brennbarkeit und Dampfdruckkurve mussten so optimiert werden, dass es über den gesamten Temperaturbereich nicht brennbar oder explosiv ist und mit dem gleichen Systemdruck der bestehenden Anlagen betrieben werden kann. Diese Eigenschaften wurden in mehr als 100.000 Teststunden bestätigt. Gegenüber R23 hat das neue Kältemittel einen um mehr als 90 Prozent reduzierten GWP. Es ist unabhängig zertifiziert und erfüllt alle Anforderungen an ein zukunftssicheres Kältemittel für Anwendungen bis -70 °C. Alle Prüfprofile können auch weiterhin benutzt werden, die Ergebnisse bleiben vergleichbar. Als normales synthetisches Kältemittel sind keine Sicherheitsbetrachtung, separate Kühlung oder erhöhte Kältemittelmenge notwendig. Es ist verfügbar und hat keine ozonschädigende Wirkung. Es ist nicht toxisch, nicht brennbar (A1/A1 durch ASHRAE freigegeben), nicht korrodierend und chemisch stabil. Die Kältemittelregulierung für fluorierte Treibhausgase verschärft die Auflagen für Hersteller von Anlagen mit FKW-Kältemitteln deutlich und bedeutet neue Anforderungen für Betreiber von Bestandsanlagen hinsichtlich ihrer Prüf- und Dokumentationspflichten.