Semperit_Expansion_Mixer_Activities_Poland

Semperit schloss den Ausbau des polnischen Werks ab, wodurch dieses zum größten Mixing-Standort der gesamten Unternehmensgruppe wurde. Bildquelle: Semperit

Nach rund drei Jahren hat Semperit den Ausbau des polnischen Werks in Bełchatów abgeschlossen, wodurch dieser nun der größte Mixing-Standort der gesamten Unternehmensgruppe wurde. Insgesamt sind seit 2016 in das Expansionsprojekt 17 Mio. EUR geflossen. Daraus entstand die fünfte Mixing-Linie, die allein jährlich bis zu 30.000 t Gummi produzieren kann. Das bedeutet eine Steigerung um um 67 Prozent und eine Gesamtkapazität von insgesamt 75.000 t pro Jahr.

„Die Eigenproduktion von Gummimischungen ist ein strategischer Schlüsselbereich für die Semperit Gruppe, der zu künftigem Wachstum beitragen soll. Daher haben wir in den Ausbau unserer Kapazitäten investiert und evaluieren derzeit auch die Belieferung anderer Unternehmen aus unserem Mischbetrieb“,

sagt Dr. Martin Füllenbach, Vorsitzender des Vorstands.

Inhouse-Mixing ist unverzichtbar

Es besteht intern ein hoher Bedarf an maßgeschneiderten Gummimischungen. Inhouse Mixing ist daher unverzichtbar und ermöglicht eine umfassende Qualitätskontrolle auf allen Produktionsstufen. Darüber hinaus führt das langjährige unternehmensinterne Know-how im Bereich Mixing zu klaren Kostenvorteilen im hohen sechsstelligen Bereich pro Jahr.  Die Mischung-Aktivitäten der Gruppe in Europa sind an den Standorten Wimpassing (Österreich), Odry (Tschechien), Hückelhoven (Deutschland) und Bełchatów (Polen) gebündelt. Vom polnischen Standort aus wird auch Deggendorf (Deutschland) für die Produktion von Fensterprofilen beliefert.

Die börsennotierte Unternehmensgruppe agiert international in den Sektoren Medizin und Industrie. Sie entwickelt und produziert hochspezialisierte Handelsgüter aus Kautschuk und vertreibt diese in über 100 Länder weltweit. Zu den Produkten zählen Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Beschäftigung finden weltweit rund 6.800 Menschen, davon rund 3.500 in Asien und rund 900 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 14 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern einen Umsatz von 878,5 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA (ohne Sondereffekte) von 50,3 Mio. EUR.

[iw]