ROHREXTRUSION Im Werk Ottobrunn stellt Tyco Electronics unter anderem der Isolation von Kabelverbindungen dienende Schrumpfschläuche her – seit Mitte des Jahres mit einer neuen, speziell auf diese Anwendung ausgerichteten Rohrextrusionslinie.

Zuvor fertigte der Anbieter von passiven elektronischen Komponenten, Netzwerklösungen und drahtlosen Systemen die Schrumpfschläuche auf einer selbst entwickelten Anlage. Als jetzt der Ersatz dieser Anlage anstand, vergab das Unternehmen die neue Linie als Gesamtprojekt an KraussMaffei Berstorff. Der im eigenen Haus entwickelte 3-Schicht-Spezialrohrkopf sollte in die Anlage integriert werden. Die nach Anwenderspezifikation konzipierte neue Linie besteht aus den Einschneckenextrudern KME 45-36 B/R und KME 60-36 B/R sowie einem Gummiextruder Vac GE 90K x 24D und ist mit Vakuumtank und Sprühbad ausgestattet. Alle wesentlichen Komponenten des Systems inklusive des Gummiextruders wurden in eine C5-Anlagensteuerung integriert. Die komplette Extrusionslinie gewährleistet die geforderte Verfügbarkeit von 98 %.

Die auf der Anlage hergestellten Schläuche sind aus einer isolierenden Elastomer-Innenschicht, einer ebenfalls isolierenden wärmeschrumpfenden Mittelschicht sowie einer elektrisch leitenden wärmeschrumpfenden Außenschicht aufgebaut. Im Anschluss an die Extrusion werden die Schläuche vernetzt und radial auf den etwa vierfachen Durchmesser aufgeweitet. Eingesetzt werden sie bei der Isolation von Kabelverbindungen, wo sie über den zu isolierenden Verbindungen platziert und dann erhitzt werden. Unter der Hitzeeinwirkung schrumpfen sie zusammen und ummanteln die Verbindungsstelle. Bei allen verwendeten Werkstoffen handelt es sich um vom Schlauchhersteller entwickelte Sondermaterialien.