Bei der remoten Maschinenabnahme geht ein Vertriebsexperte des Herstellers per iPad mit dem Kunden alle Anforderungen Punkt für Punkt durch.
Bildquelle: Arburg

Bei der remoten Maschinenabnahme geht ein Vertriebsexperte des Herstellers per iPad mit dem Kunden alle Anforderungen Punkt für Punkt durch.
Bildquelle: Arburg

Als Pionier in der Branche beschäftigt sich Arburg, Loßburg, intensiv und praxisnah mit der Frage, wie sich durch Digitalisierung die Produktionseffizienz in der Kunststoffverarbeitung steigern lässt. Im Programm ArburgXworld hat das Unternehmen alle seine digitalen Produkte und Services sowie das gleichnamige Kundenportal intelligent und übersichtlich zusammengefasst. Neben smarter Maschinentechnik und innovativen Lösungen im Service-Bereich kommt dem zentralen Kundenportal mit seinen zahlreichen Apps eine Schlüsselposition zu. Inzwischen gibt es dazu vier Pakete, die verschiedene Apps und Ausbaustufen enthalten. Es erleichtert die Arbeit über die ganze Wertschöpfungskette des Spritzgießens hinweg. Mitarbeiter aus Einkauf, Arbeitsvorbereitung und Instandhaltung profitieren ebenso wie der Produktionsleiter sowie Einrichter und Maschinenbediener. Die digitalen Services gibt es in vier Paketen:

  • Basic: Das kostenfreie Basispaket umfasst zentrale Apps wie MachineCenter, ServiceCenter, SelfService, Shop und Calendar. Sie bieten einen Überblick über Maschinenpark, Service-Historie und anstehende Wartungstermine. Rund um die Uhr können Service-Tickets erstellt und Ersatzteile geordert werden. Mit der App Configuration kann man zudem den hydraulischen Allrounder 270 S compact in festgelegtem Rahmen online bestellen.
  • Premium: Mit den kostenpflichtigen Leistungen des Premium-Pakets bietet Arburg wertvolle Tools zur Steigerung der Maschinenverfügbarkeit. Mit der App VirtualControl kann der Anwender zum Beispiel die Maschinensteuerung am PC oder Tablet simulieren, um Datensätze zu erstellen, Abläufe zu optimieren oder Mitarbeiter zu schulen. Zur Premium-Version der Apps MachineCenter und SelfService zählen eine erweiterte digitale Maschinenakte sowie ein geführter Lösungsdialog und das Feature Video-Telefonie.
  • Premium Plus: Die Ausbaustufe Premium Plus bietet Zugriff auf interessante Berechnungs-Tools und detailreiche Wissens-Datenbanken von Arburg und reduziert so den Zeitaufwand für Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung und Qualitätssicherung, aber auch für Produktentwicklung und Vertrieb erheblich. Der MachineFinder unterstützt auf Basis prozess- und materialtechnischer Daten bei der Wahl der passenden Schließ- und Spritzeinheit. Über den DataDecoder lassen sich Maschinendatensätze lesbar anzeigen und als scv- oder xlsx-Dateien sichern.
  • Connect: Das Paket Connect bietet maschinenbezogene Erweiterungs-möglichkeiten zur digitalen Vernetzung. Das optional erhältliche MachineDashboard zeigt detailliert Zustandsinformationen und Kennzahlen zu einzelnen Allroundern an. Hinzu kommt die Visualisierung des Produktionsverlaufs über grafische Trenddiagramme. Die Daten hierfür werden auf Basis des Produktionsprotokolls über ein IIoT-Gateway in der Maschine erfasst und laufend aufbereitet. Kunden, die das Leitrechnersystem ALS nutzen, erhalten mit dem ALS-Dashboard einen standortübergreifenden Überblick zum Maschinenpark und den Produktionskennzahlen – auch mobil und außerhalb des eigenen Unternehmens.
    Um standardisiert mit dem Portal oder dem Arburg Remote Service vernetzt werden zu können, sind alle neuen Allrounder mit einem IIoT-Gateway ausgestattet und verfügen über Basis Connectivity.

Smart Production und Services

Das Leitrechnersystem ALS, ein Arburg-eigenes MES, ist für eine detaillierte Produktionsplanung, Datenerfassung und Rückverfolgung in der Spritzgießfertigung ausgelegt. Zu den digitalen Service-Dienstleistungen des digitalen Portals zählen insbesondere die Apps Shop, SelfService und ServiceCenter. Über die App Configuration können Kunden den Allrounder 270 S compact online konfigurieren und bestellen, während der Arburg Remote Service (ARS) einen zeitsparenden Online-Support ermöglicht. Im Zuge der Corona-Auswirkungen hat das Unternehmen auch die Möglichkeit der remoten Maschinenabnahme geschaffen.