Dr. Heinz Gupta ist verstorben. (Bildquelle: Dr. Gupta Verlag)

Heinz Gupta studierte Chemie an der Universität Bonn, an der er auch promovierte. Nach dem Studium war er bei den Kabelwerken Duisburg und bei der Paguag (Pahlsche Gummi- und Asbest-Gesellschaft) in Düsseldorf Rath tätig. Ab 1970 beriet er verschiedene Hersteller von Reifen, Formartikeln und Moosgummiprodukten. 1972 übernahm er zusätzlich die Chefredaktion der GAK, die seit 1948 vom Gentner Verlag, damals noch unter dem Namen Gummi-Asbest-Kunststoffe, herausgegeben wurde.

Im Jahr 1993 gründete Dr. Gupta den Dr. Gupta Verlag, in dem die bis heute GAK erscheint und der verschiedene nationaler und internationaler Fachzeitschriften für die Kautschuk-, Polyurethan- und TPE-Industrie herausgibt. Dr. Heinz Gupta folgte stets der Devise, wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig für den Praktiker verständliche technische Informationen in den Fachzeitschriften anzubieten. Rohstoffe, Maschinen, Produkte, Verfahren und deren wissenschaftliche Hintergründe standen im Mittelpunkt der Publikationen für Techniker, Ingenieure und Chemiker in der Kautschukindustrie. Aber auch relevante wirtschaftliche und rechtliche Neuigkeiten wurden nicht außer Acht gelassen.

Gupta wusste in seinen Editorials kritisch und streitbar, hinterfragend und nachdenklich,  immer mit einem Lächeln, aktuelle Geschehnisse zu kommentieren. Er sagte seine Meinung und stand dazu.

Über die Jahre erweiterte Heinz Gupta das Portfolio seines Verlages. Zur K 2001 lancierte er mit dem PU Magazin eine neue Fachzeitschrift für die Polyurethanindustrie. 2004 folgte das PU Magazine International als englischsprachige Ausgabe. Im Jahr 2006 wurde die GAK um eine englische Ausgabe, die RFP Rubber Fibres Plastics erweitert, und 2009 ging der Dr. Gupta Verlag mit dem englischsprachigen TPE Magazine International an den Start.

Vor allem aber setzte sich Dr. Gupta unermüdlich dafür ein, das Image der Industrie, deren Wohlergehen ihm so sehr am Herzen lag, zu pflegen und zu verbessern. Seine Leidenschaft galt der Kautschukindustrie. Über Jahrzehnte galt er als der „Gummi-Mann“, der auf allen wichtigen Messen, Tagungen und Branchentreffen wichtiger als Experte, Diskussionspartner und Networker gefragt war.

Für seine Lebensleistung wurde ihm 2006 als Dank für sein großes Engagement die Plakette der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft für besondere Leistungen in Forschung, Technik und Wirtschaft verliehen. (ega)