Lanxess, Leverkusen, verlagert seine Kautschukchemikalien-Produktion aus Thane (Bundesstaat Maharashtra/Indien) nach Jhagadia im Bundesstaat Gujarat. Die Produktion startet in zwei Jahren zeitgleich mit dem ebenfalls in Jhagadia entstehenden Ionenaustauscherwerk der Business Unit Ion Exchange Resins. Ab 2010 beliefert der Spezialchemiekonzern von hier aus insbesondere den stark wachsenden indischen Reifenmarkt mit Kautschukchemikalien.

In den neuen Standort investiert das Unternehmen insgesamt rund 50 Mio. Euro. In der ersten Ausbaustufe wird er rund 250 Mitarbeiter beschäftigen. Konzernzentrale der Lanxess India Private Limited bleibt Thane. Jhagadia ist dann neben dem süd-indischen Madurai (Bundesstaat Tamil Nadu) der zweite und größte Produktionsstandort von Lanxess in Indien. Die Business Unit Ion Exchange Resins liefert von hier Produkte zur Erzeugung von Höchstreinwasser für die Halbleiter- und Pharmaindustrie sowie zur industriellen Wasseraufbereitung.

Die Region Asien-Pazifik ist für Lanxess von zentraler Bedeutung. Im dritten Quartal 2007 lag der Umsatz der Region mit 325 Mio. Euro um 2,2 % über dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkurseffekte und die im Vorjahr veräußerten Aktivitäten erreichte der Konzern einen Umsatzanstieg von 6,0 %. Dazu trug auch die positive Entwicklung in Indien bei, wo das Unternehmen derzeit rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt stieg der Anteil der Region am Gesamtumsatz von zuvor 18,8 auf 19,1 %.