Angesichts der globalen Wirtschaftskrise und des herausfordernden Wettbewerbs hat Lanxess, Leverkusen, weitere Schritte umgesetzt, um das globale Produktionsnetzwerk zu straffen und die Kosten zu senken. So verkaufte der Chemiekonzern den Mehrheitsanteil von 55 % am Hydrazinhydrat-Gemeinschaftsunternehmen Lanxess Yaxing (Weifang) Chemicals Company an den chinesischen Partner. Das Joint Venture wurde 2004 gegründet und ist im Weifang-Industriepark in der chinesischen Provinz Shandong angesiedelt. Lanxess wird weiterhin Hydrazinhydrat in Leverkusen herstellen. Die Weifang Yaxing Gruppe wird die Anlage in China weiter betreiben.

Die US-Tochter Lanxess Corporation veräußerte für 10 Mio. US-Dollar Infrastruktur und technische Serviceleistungen in Bushy Park/Süd-Carolina an den Investor Cooper River Partners. Die Business Unit Rubber Chemicals wird weiterhin in Bushy Park produzieren und hat mit Cooper River einen langfristigen Leasing- und Servicevertrag abgeschlossen. In den kommenden Monaten will außerdem die Business Unit Functional Chemicals die Produktion von Färbemitteln vom Standort Lerma in Mexiko nach Leverkusen in bestehende Anlagen verlagern. Bereits im September zog sich der Konzern aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Ineos und damit aus dem ABS-Kunststoffgeschäft zurück.

Die Straffung des globalen Produktionsnetzwerks geht einher mit dem Maßnahmenpaket „Challenge09-12”, das zu Jahresbeginn aufgelegt wurde, um die Folgen der Wirtschaftskrise abzumildern. Mit seiner Hilfe will Lanxess bis 2012 rund 360 Mio. Euro einsparen.