Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat die erste Bauphase für den neuen Produktionsstandort Jhagadia im westindischen Bundesstaat Gujarat abgeschlossen. Die Produktion von Kautschuk-Chemikalien lief wie geplant an, nachdem die Anlage von Thane im Bundesstaat Maharashtra umgesiedelt worden war. Das Werk wurde mit moderner Technologie aufgerüstet und in weniger als zwei Jahren wieder aufgebaut. Die Anlage wird die globalen Märkte für Kautschuk, Additive für Öle und Schmierstoffe sowie die rasch wachsende indische Reifen- und Kautschukindustrie mit Antioxidantien der Marke Vulkanox beliefern.

Insgesamt investiert der Leverkusener Chemiekonzern derzeit rund 50 Mio. Euro am 13 Hektar großen Standort Jhagadia, der mit etwa 250 Arbeitern der größte des Unternehmens in Indien werden und auch eine neue Anlage für Ionenaustauscherharze beinhalten soll. Letztere liegt gut im Zeitplan, um in diesem Jahr die Produktion aufzunehmen. Sie wird Produkte für die industrielle Wasseraufbereitung, die Halbleiter- und Pharma-Industrie, die Nahrungsmittelerzeugung sowie für die Stromerzeugung herstellen.

Der Lanxess-Standort ist Teil des neu entwickelten Jhagadia Chemieparks. Der Industriekomplex, der auch Standort für andere große Unternehmen ist, wird von der örtlichen Regierung unterstützt.