Der Umsatz des Spezialchemieunternehmens mit Russland und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) hat sich in den vergangenen 4 Jahren verdreifacht. Das Unternehmen steuert das Geschäft in diesen Ländern über eine eigene Vertriebsgesellschaft in Moskau. Zudem investiert es in Produktionsstätten. Dieses Jahr startet Rhein Chemie im Werk Lipezk die Produktion von Kautschukadditiven und Trennmitteln, die vor allem von der Automobil- und Reifenindustrie nachgefragt werden. Darüber hinaus sucht das Unternehmen den Kontakt zu russischen Forschungsinstitutionen. So kooperiert das Unternehmen eng mit der Russischen Akademie der Wissenschaften und hat ein Netzwerk mit führenden russischen Instituten und Universitäten aufgebaut.

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts – die Messe findet vom 29. 1. bis 1.2.2013 statt – liegt auf den Polyamiden Durethan und den Polyestern Pocan. Vorgestellt werden zahlreiche Material- und Technologielösungen zur Herstellung leichter, nachhaltiger und sicherer Automobile wie Elektroautos. So erlaubt etwa die Organoblech-Hybridtechnik mit Polyamid 6 die Fertigung hochbelastbarer Bauteile wie Frontends, die deutlich leichter sind als vergleichbare Metallkomponenten. Bremspedale sind mit dieser Verbundbauweise um bis zu 50 % leichter auslegbar als mit Stahlblech. Bei Airbag-Gehäusen ergibt sich eine Gewichtseinsparung von rund 30 % im Vergleich zu Spritzguss-Bauteilen aus Polyamid 6. Ein weiterer Fokus der Präsentationen liegt auf wärmestabilen, blasformbaren Polyamiden für Bauteile im Luftmanagement neuer Verbrennungsmotoren. Lanxess verfügt beispielsweise über sehr weiche, superzähe Polyamid 6-Typen, aus denen sich Ladeluftrohre mit integrierten Faltenbälgen wirtschaftlich als Einstoffbauteil produzieren lassen.

Außerdem präsentiert der Kunststoff- und Kautschuk-Hersteller Thermoplaste mit innovativen Flammschutzpaketen, die Brandschutznormen mit exzellenten Werten erfüllen. Ein Beispiel ist der Polyester Pocan DP BF 4232, der bei sehr geringen Probekörperdicken die beste Einstufung V-0 in der Brandschutznorm UL94 des US-amerikanischen Prüfinstitutes Underwriter Laboratories erreicht. Aus ihm bestehen unter anderem Gehäuse für Motorschutzschalter.

Ein anderes Thema auf dem Messestand ist die Kunststoff-Einfärbung mit den Farbpigmenten Bayplast und Bayferrox sowie den löslichen Farbstoffen Macrolex. Aufgezeigt werden die Gestaltungsfreiheiten, die sie in der Einfärbung unterschiedlichster Kunststoffkomponenten wie Bremsleuchten, Gerätegehäusen oder PET-Getränkeflaschen bieten. Außerdem stellen Lanxess und seine Tochtergesellschaft Rhein Chemie, Mannhein, Kunststoffadditive wie etwa phthalatfreie Weichmacher Mesamoll vor.

(dw)