Kreislaufwirtschaft stärken Wo gehen jährlich 100.000 Tonnen Altreifen hin?

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

Die Kreislaufwirtschaft bei Altreifen in Deutschland funktioniert, ist aber dringend auf politische Unterstützung angewiesen, denn Altenreifenentsorger und Recycler verzeichnen weiterhinschwindende Mengen auf dem Markt.

Aktuelle Zahlen, die der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WDK) in Frankfurt am Main vorgelegt hat, belegen, dass der Verbleib von 100.000 t Altreifen unklar ist.(Bild:  Redaktion)
Aktuelle Zahlen, die der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WDK) in Frankfurt am Main vorgelegt hat, belegen, dass der Verbleib von 100.000 t Altreifen unklar ist.
(Bild: Redaktion)
Stephan Rau(Bild:  WDK)
Stephan Rau
(Bild: WDK)

„Im vergangenen Jahr betrug die Menge der Altreifen mit unbekanntem Verbleib rund 100.000 Tonnen. Es besteht die Vermutung, dass diese und auch noch weit größere Mengen in Staaten außerhalb der EU exportiert wurden, um dort verbrannt oder für eine Pyrolyse unter desolaten Gesundheits- und Umweltbedingungen verwendet zu werden“, erklärte Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer beim WDK. Diese Altreifen würden somit den deutschen Recyclern und damit einer sinnvollen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft entzogen.

Rau plädierte dafür, in Deutschland eine Zählung der anfallenden Altreifen und deren Verwertungswegen einzuführen. „Eine solche Maßnahme fordert der WDK mit anderen Verbänden und Organisationen schon seit längerem. Sie wäre einfach umzusetzen und eine klare Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Dafür ist aber der politische Wille erforderlich, ein funktionierendes Recyclingsystem zu stützen und zu fördern.“ Er verwies auf die nun veröffentlichte Statistik. Demnach fielen im Jahr 2024 in Deutschland insgesamt 533.000 t Altreifen an, von denen mit 193.000 Tonnen mehr als doppelt so viele zu Granulaten und Gummimehl verarbeitet als thermisch in der Zementindustrie verwertet wurden.

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