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Aktuelle Herausforderungen in der akademischen Ausbildung

Prof. Dr. Volker Herrmann, Studiendekan Fakultät Kunststoff und Vermessung, Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik, Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt 5 min Lesedauer

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Die Studentenzahlen in den Ingenieursfächern sind seit Jahren rückläufig. Erfahren Sie von Prof. Volker Herrmann welche Wege die Technische Hochschule in Würzburg geht, um weiterhin Ingenieure auszubilden.

Studenten und Forscher an der GJU in Jordanien stellen der Delegation der THWS ihr Forschungsprojekt zu einem 3D-Drucker vor. (Bild:  THWS)
Studenten und Forscher an der GJU in Jordanien stellen der Delegation der THWS ihr Forschungsprojekt zu einem 3D-Drucker vor.
(Bild: THWS)

Die Entwicklung der Studentenzahlen ist bekannt: wenngleich die prozentuale Anzahl der Studienanfänger in Bezug auf die Abiturienten in den letzten Jahren gestiegen ist, kämpfen die Hochschulen mit abnehmenden Anfängerzahlen in den einzelnen, vor allem technischen Disziplinen. Dies hängt mit der zunehmenden Anzahl an neuen Studiengängen zusammen und wurde bereits in der Kolumne KGK 3/2024 thematisiert. Für die Studenten bedeutet das allerdings eine weitere Orientierungslosigkeit und es ist mittlerweile fast schon normal geworden, den Studiengang und die persönlichen Ziele mindestens einmal zu überdenken und neu zu ordnen. Die Studenten haben in Deutschland die Wahl aus nahezu 10.000 unterschiedlichen Bachelorstudiengängen von ‚Accessoire Design‘ in Pforzheim bis ‚Zupfinstrumente‘ in Köln! Mit der Einführung der Bachelorstudiengänge hat die Spezialisierung bereits in den ersten Semestern begonnen. Es gibt kein Grund-, kein Hauptstudium mehr. Die Grundlagen in einem 6- oder 7-semestrigen Bachelorstudiengang zu legen und eine anschließende Vertiefung im 3- oder 4-semestrigen Masterprogramm wäre vermutlich sinnvoller, dann würden aufgrund des bereits vorhandenen Wissens der Studenten beziehungsweise Bachelorabsolventen diese Studiengänge auch mit mehr Bedacht und Wissensdurst gezielt ausgesucht.