Aus über 20 Bewerbungen hat der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane FSK, Frankfurt/M., fünf Studenten- und zwei Firmen-Ideen mit dem FSK-Innovationspreis „Polyurethane 2008“ ausgezeichnet. 11000 Euro Preisgeld übergab der Verband den Studenten für ihre Ideen und Arbeiten aus Polyurethan (PUR). Den 1. Preis und 4000 Euro Preisgeld erhielt Michael Thaller aus Österreich für eine neue Steh-/Sitz-Idee aus PUR. Der Stehsitz hatte die Jury durch sein Design, seine Funktion und vor allen Dingen durch die hervorragende Oberfläche aus einem PUR-Silikon-Gemisch überzeugt.

Den 2. Preis für Naturwissenschaften und Technik verlieh die Jury gleich dreimal. Roman Schöldgen vom Institut für Kunststoffverarbeitung in Aachen erhielt ihn für sein Verfahren zur Füllung von ausreagierenden PUR-Oberflächen mit Thermoplasten in einer Form und einem Schritt. Durch die Verarbeitung von PUR durch Spritzgießen in einem Prozess werden neue technische Möglichkeiten für Werkstoffkombinationen zwischen Thermoplasten und PUR eröffnet. Einen 2. Preis für Designer gewann die Studentin Nadja Ruby für den Prototyp einer edlen Laptoptasche aus PUR, bei der die Jury nicht nur vom Design, sondern auch von der Produktidee und den Verarbeitungsversuchen mit PUR angetan war. Zwei andere Studentinnen aus dem Designbereich , Saskia Pohl und Annika Frye, erhielten den 2. Preis sowohl für ihre Versuche mit PUR als auch für die Kombination von PUR-Dreiecken zu verschiedenen Sitz- und Liegevarianten. Mit dem 3. Preis für Naturwissenschaften und Technik wurde Maximilian Flender vom Institut für Kunststoffverarbeitung Aachen für seine Versuche zur Beschleunigung der Prozessschritte beim Pultrusionsverfahren mit PUR belohnt.

Von den beiden Firmenpreisen ging einer an Panadur für Entwicklungen, durch Nanooberflächen hergestellte PUR-Oberflächen zu veredeln und neue Eigenschaften mit Nanoteilchen zu erreichen. Den anderen Firmenpreis teilten sich das Frauenhofer Institut in Pfinztal und Bayer Material Science. Bayer hatte Haut und Oberfläche für eine neue PUR-Anwendung in der Robotertechnik entwickelt und dem Frauenhofer-Institut für seinen Prototyp zur Verfügung gestellt. Die Jury zeichnete damit zum einen die Anwendungen in einem neuen Consumerbereich – einem Roboter, der als Haushaltshilfe zum Einsatz kommen soll – sowie das dazu gehörende Design und die Oberfläche der eingesetzten PUR-Haut aus.

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