Dabei konnten die Reifenhersteller mit einem Umsatz von 2,635 Mrd. Erneut erneut keine Umsatzausweitung erzielen; in wichtigen europäischen Abnehmerländern stockt die Nachfrage. Die Hersteller technischer Elastomer-Erzeugnisse (TEE) verzeichneten Umsatzzuwächse, insgesamt 1,3 % auf 3,2 Mrd. Euro. Die weiteren Konjunkturaussichten der Kautschuk-Branche beurteilte der Verband als „derzeit ungewiss“.

Die Produktion der Branchenunternehmen hat sich im ersten Halbjahr insgesamt um 2,0 % auf 775.000 t gegenüber dem Volumen von 2013 erhöht. Der Beschäftigtenstand ist mit 75.025 Beschäftigten stabil; 24.750 Beschäftigte zählt dabei die Reifenindustrie, die TEE-Hersteller kommen auf 50.275.

Die deutsche Kautschukindustrie nahm den Schwung des starken Schlussquartals 2013 mit in das Jahr 2014 und verbuchte im 1. Quartal in nahezu allen Bereichen kräftige Umsatzzuwächse. Begünstigt wurde diese Entwicklung allerdings auch durch ein schwaches Vorjahresquartal und mehr Arbeitstage. Im 2. Quartal ließ die Dynamik nach und der Geschäftsverlauf verzeichnete für TEE eine Seitwärtsbewegung. Bei Reifen sanken die Umsätze sogar unter das Vorjahresvolumen.

Der Branchenumsatz im Inland erhöhte sich um 0,5 % auf 4,04 Mrd. Euro. Das Auslandsgeschäft profitierte von starken Nachfrageregionen, litt anderseits aber auch unter der anhaltend schwachen Nachfrage wichtiger europäischer Handelspartner wie Frankreich und Italien. Alles in allem wurde der Auslandsumsatz um 0,7 % auf 1,8 Mrd. Euro ausgeweitet.

Der milde Winter bewirkte im Reifen-Ersatzgeschäft eine sehr niedrige Nachfrage nach Winterreifen zum Jahresbeginn. Dafür zog das Geschäft mit Sommerreifen früh an. Nach einem Peak im März schwächte es sich allerdings Monat für Monat ab und lag zur Jahresmitte nur noch knapp über dem Vorjahresvolumen. Auch die Erstausrüstungsumsätze konnten trotz gestiegener Abrufe kaum Zuwächse verzeichnen. Der Inlandsumsatz der Reifenhersteller von 2,14 Mrd. Euro trat daher mit einem geringfügigen Plus von 0,2 % im ersten Halbjahr auf der Stelle.

Im Reifen-Exportgeschäft werden überwiegend europäische Märkte, zumeist über konzerninterne Lieferungen, bedient. Die Auslandsnachfrage erreichte im ersten Halbjahr nie das Ausmaß des Vorjahres. Der Exportumsatz mit Reifen sank um 1,8 % auf rund 500 Mio. Euro.

Unter der verhaltenen Nachfrage aus wichtigen europäischen Abnehmerländern litten auch die Hersteller von TEE für non-automotive Anwendungen. Wie bereits im Vorjahr sank der Auslandsumsatz in diesem Segment. Spürbare Impulse setzte dagegen die Inlandsnachfrage. Das gestiegene Produktionsvolumen nahezu aller industriellen Abnehmerbranchen brachte ein Umsatzplus von 2,2 %.

Genau umgekehrt verlief die Entwicklung bei den Automobilzulieferern der Branche. Trotz gegenüber dem Vorjahr gestiegener Fahrzeug-Produktionszahlen sank der Inlandsumsatz im ersten Halbjahr um 0,2 %. Die globale Vernetzung der deutschen Hersteller von TEE für die Automobilindustrie brachte spürbare Zuwächse von 3,8 % beim Auslandsumsatz.

In Summe verbuchten die Hersteller von TEE eine Umsatzsteigerung von 1,3 % auf 3,2 Mrd. Euro. Einem Plus von 0,9 % auf 1,9 Mrd. Euro auf dem Inlandsmarkt stand ein Zuwachs von 1,7 % auf 1,3 Mrd. Euro im Auslandsgeschäft zur Seite.

Die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Rohstoffpreise wirken Umsatz mindernd, obwohl durch den anhaltenden Kursverfall des Euro gegenüber dem US-Dollar die Kautschuk verarbeitenden Unternehmen in der Euro-Zone nicht in vollem Umfang an den gesunkenen Weltmarktpreisen für Rohstoffe partizipieren.

Das Produktionsvolumen der Kautschukverarbeiter in Deutschland konnte im ersten Halbjahr 2014 stärker ausgeweitet werden als der Umsatz. Die Reifenproduktion stieg in diesem Zeitraum um 1,4 %, das Produktionsergebnis bei TEE um 2,6 %. Das brachte eine um 0,7 % höhere Kapazitätsauslastung als im Vorjahr. Zur Jahresmitte betrug die Auslastung 83,5 % der betriebsüblichen Vollausnutzung.

Die statistischen Eckdaten der Branche (PDF, 3 Seiten) in Form einer Tabelle finden Sie auf der Internetseite des Verbandes (PDF und JPG) oder direkt hier.

(dw)

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