ELASTOMERE Es sieht aus wie ein Seestern aus weichem Kunststoff. Wird Luft über einen dünnen Schlauch eingeblasen, greift der „Seestern“ zu wie eine Hand. Das tut er so sanft, dass er beispielsweise ein rohes Ei greifen kann, ohne es zu zerbrechen. Der seesternartige Greifer ist der Prototyp eines pneumatischen „sanften“ Roboterarms aus weichem Kunststoff, den George M. Whitesides und sein Team von der Harvard University, Boston/USA, in der Zeitschrift Angewandte Chemie vorstellen.

Das neue Konzept basiert auf pneumatischen Netzwerken: In elastische Kunststoffe betten Whitesides und seine Kollegen Kanäle ein. Um eine Stellbewegung zu erreichen, werden diese wie Ballons aufgeblasen. Dabei dehnen sich die Kanäle in die nachgiebigsten Regionen des Elastomers aus – in homogenen Elastomeren die Stellen mit den dünnsten Wänden, bei verschiedenen Materialien die Wände aus dem weicheren Material. Damit die aufgeblasenen Kammern nebeneinander Platz haben, krümmt sich das ganze Bauteil, sodass die stärker gedehnten Wände außen sind. Für die Herstellung von Prototypen, die zu komplexen Bewegungen in der Lage sind, verbanden die Forscher eine Reihe solcher Komponenten. Um die Bewegung gezielt zu „programmieren“ fügten sie Teile aus zwei verschieden steifen Silikonelastomeren zusammen.

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