In seiner Rede vor rund 1.000 Aktionären bekräftigte Rudolf Staudigl, Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns, die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2013. Demnach erwartet Wacker unverändert einen Konzernumsatz auf dem Niveau des letzten Jahres 2012 von 4,63 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wird 2013 vor allem wegen niedriger Preise für Polysilicium voraussichtlich unter dem Wert des Vorjahres von 787 Mio. Euro liegen.

Im 1. Quartal 2013 hat das Chemieunternehmen nach dem schwachen Schlussquartal des vergangenen Jahres eine spürbar höhere Nachfrage seiner Kunden verzeichnet. Vor allem bei Polysilicium, aber auch bei vielen Chemieprodukten hat das Unternehmen im 1. Quartal 2013 seine Absatzmengen gesteigert. Sowohl der Umsatz als auch die Ertragszahlen sind deutlich besser ausgefallen als im 4. Quartal 2012.

Staudigl zeigte sich zuversichtlich, dass der Chemiekonzern nach dem stabilen Start im 1. Quartal auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gut aufgestellt ist. Das Unternehmen setzt dabei vor allem auf seine Kompetenz in der Silicium- und Polymerchemie. „Unsere strategischen Hebel für weiteres Wachstum sind Expansion, Substitution und Innovation“, betonte der Vorstandschef. Nach seinen Worten will das Unternehmen das Geschäft vor allem in aufstrebenden Märkten wie Brasilien, China, Indien und Südostasien weiter ausbauen.

Das Unternehmen ersetzt dort mit höherwertigen Produkten bislang gebräuchliche, einfachere Materialien. Als Beispiele nannte Staudigl Dispersionen für die Papier-, Verpackungs- und Teppichindustrie sowie Silicone für Anwendungen in der Gesundheits- und Körperpflege, Medizin- und Automobiltechnik. Vom Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von 106,8 Mio. Euro schüttet Wacker 29,8 Mio. Euro (Vorjahr 109,3 Mio. Euro) an seine Aktionäre aus.

In den Aufsichtsrat des Unternehmen wählten die Aktionäre Matthias Biebl, Dr. Gregor Biebl, Franz-Josef Kortüm, Dr. Thomas Strüngmann, Dr. Bernd W. Voss, Dr. Peter-Alexander Wacker, Dr. Susanne Weiss und Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker bis zur Hauptversammlung 2018.

(dw)

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