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Wasser ist das wertvollste Gut, das wir haben. Doch wie sieht es mit anderen Rohstoffen aus? Gerade die Corona-Pandemie offenbart die Volatilität globaler Lieferketten. Der Mangel an Rohstoffen ist industrieübergreifend hoch. Die Lage ist angespannt. Ein Ende noch nicht in Sicht. (Bild: mario beauregard - stock.adobe.com)

Preise für Rohstoffe und Folgeprodukte steigen weiter

Wie die BASF mitteilt, wurden mit sofortiger Wirkung die Preise für die folgenden, in Europa erhältlichen Produkte, erhöht:

  • 1,4-Butandiol (BDO)     +400 Euro/mt
  • Tetrahydrofuran (THF)  +700 Euro/mt
  • Polytetramethylenetherglykol (PolyTH) +700 Euro/mt
  • N-Methyl-2-Pyrrolidon (NMP) +1.000 Euro/mt

BDO und seine Folgeprodukte werden bei der Herstellung von technischen Kunststoffen, Polyurethanen, Pharmazeutika, Lösungsmitteln und hochelastischen Spandex-Fasern eingesetzt.

Des Weiteren verkündete auch OQ Chemicals, seine Preise für Carbonsäure und Ester zu erhöhen. Grund seien hier die enorm gestiegenen Energiepreise und Rohstoffkosten. Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 werden deshalb folgende Produkte preislich angepasst (wobei wir hier nur die für Europa geltenden Preiserhöhungen erfassen):

  • 2-Methylbuttersäure +100 Euro/mt
  • n-Buttersäure +200 Euro/mt
  • Isobuttersäure +200 Euro/mt
  • Isononansäure +250 Euro/mt
  • Isopentansäure +100 Euro/mt
  • Isovaleriansäure +100 Euro/mt
  • n-Valeriansäure + 100 Euro/mt
  • n-Heptansäure +250 Euro/mt
  • Pelargonsäure + 250 Euro/mt
  • OXLUBE L9-TMP +250 Euro/mt
  • OXSOFT 3G8 +420 Euro/mt
  • OXFILM 351 +420 Euro/mt
  • 2-Ethylhexansäure +420 Euro/mt

    Additive werden teurer

    BYK Additives, Wesel, erhöht mit Wirkung zum 1. Januar 2022 die Preise für Additive um 15 %. Das Unternehmen weißt darauf hin, dass die Erhöhung für einzelne Produkte je nach Kostensituation sehr unterschiedlich ausfallen kann. Diese Preisanpassung sei angesichts steigender Kosten, unter anderem für Rohstoffe, Transport, Verpackung und Energie, notwendig.

    Die Lage an den Beschaffungsmärkte spitzt sich weiter zu mit Folgen für die Preisentwicklung

    Das Ifo Institut legt Zahlen für den November 2021 offen: Laut einer Umfrage würden 74,4 % der Unternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen klagen. Mehr als im Vormonat. „Ein Ende der Flaschenhals-Rezession in der Industrie ist nicht in Sicht“, sagt der Leiter der ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe.

    Und auch die Preiserwartungen entwickeln sich dem Ifo Institut zufolge weiter nach oben. Ursache für den Anstieg der Preiserwartungen sind kräftige Preisschübe bei Vorprodukten und Rohstoffen, die Hersteller und Händler nun an ihre Kunden weitergeben wollen.

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