Recyclingkapazitäten erhöhen Pyrum: Spatenstich für zweites Werk

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 2 min Lesedauer

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Am 14. November 2025 fand in Perl-Besch der Spatenstich für das weitere Recyclingwerk von Pyrum statt. An der Zeremonie nahmen Personen aus Wirtschaft und Politik teil.

Spatenstich in Perl-Besch für das zweite Werk von Pyrum.(Bild:  Pyrum)
Spatenstich in Perl-Besch für das zweite Werk von Pyrum.
(Bild: Pyrum)

Mit einer geplanten jährlichen Recyclingkapazität von mehr als 22.000 t Altreifen wird das Werk in Perl-Besch das bisher größte Pyrum-Werk, das – wie das Stammwerk in Dillingen – zu 100 % von Pyrum betrieben und die Recyclingkapazitäten des Unternehmens mehr als verdoppeln wird. 

Mann mittleren Alters mit Anzug und zum Zopf zusammengebundenen braunen langen Haaren spricht auf einer Baustelle zu den Gästen
Pascal Klein, CEO Pyrum Innovations
(Bild: Pyrum)

Pascal Klein, CEO Pyrum Innovations: „Nachdem alle juristischen Formalitäten endlich geklärt sind – Bebauungsplan, Baugenehmigung und Zuwegung zum Grundstück – können wir es kaum erwarten, dass es nun auch sichtbar losgeht. Im Hintergrund sind die Planungen bereits weit fortgeschritten: Das Grundstück ist vorbereitet, zahlreiche Anlagenteile mit langen Lieferzeiten – sogenannte Long-Leads – bestellt und die Ausschreibungen des Architekten für die Bodenarbeiten laufen. Zudem werden wir beim Bau von den Erfahrungen profitieren, die wir bei der Erweiterung unseres Stammwerks in Dillingen gemacht haben, sodass wir den Produktionsstart in Perl-Besch für 2027 planen.“

Spatenstich in großer Runde

Die Zeremonie fand in Anwesenheit des Landeswirtschaftsministers Jürgen Barke, der Landrätin des Landkreises Merzig-Wadern Daniela Schlegel-Friedrich, des Bürgermeisters der Gemeinde Perl, Ralf Uhlenbruch, sowie Vertretern der Unternehmen BASF und Schwalbe, des Aufsichtsrats und Markenbotschafter und Investor Felix Magath statt.

Ralf Uhlenbruch unterstrich in seinem Grußwort die große Kraftanstrengung des Gemeinderats, die Ansiedlung des Werks in Perl-Besch zu ermöglichen. Die Arbeit habe sich gelohnt, viele kleine und größere Hürden seien aus dem Weg geräumt worden. Heute könne man sagen, dass man stolz darauf sei, diese innovative Technologie im Kontext Nachhaltigkeit hier zu haben.

älterer Mann spricht auf einer Baustelle zu den Gästen
Jürgen Barke, Landeswirtschaftsminister im Saarland
(Bild: Pyrum)

Der saarländische Landeswirtschaftsminister Jürgen Barke hob in seinem Grußwort hervor, dass Pyrum eine einzigartige Technologie entwickelt habe und würdigte den Innovationsgeist sowie den unternehmerischen Langmut von Pascal Klein, dem Gründer und CEO des Unternehmens.

Wo das Werk gebaut wird

Das Werk entsteht auf einer Fläche von rund 25.000 m2 in der Nähe des Dreiländerecks Deutschland, Frankreich und Luxemburg und wird aus einer Shredderanlage, drei Pyrum-Reaktoren der neuesten Generation, einem Kraftwerk und einer Mahl- und Pelletieranlage bestehen. Alle Erkenntnisse aus dem ersten Serienwerk in Dillingen sind bereits in die Planungen eingeflossen, sodass das Unternehmen von einer kürzeren Bauzeit, einer schnelleren Inbetriebnahme und dadurch auch einer zügigeren Erreichung der maximalen Produktionskapazität ausgeht. 

Die verkehrsgünstige Lage mit direkter Anbindung zur Mosel, bestehenden Bahngleisen sowie der nahegelegenen Autobahn bietet ideale logistische Voraussetzungen für die Anlieferung von Altreifen aus ganz Europa sowie den Abtransport der erzeugten Produkte.

Investiert werden in den Standort über 60 Mio. Euro. Es werden dort an die 50 neue Arbeitsplätze entstehen.

Was es künftig braucht

Pascal Klein betonte, dass die produzierten Wertstoffe, die aus Altreifen und künftig auch aus weiteren Abfallströmen gewonnen werden, nun einen klaren regulatorischen Rahmen brauchen. Als wichtigen Schritt nannte er die End-of-Life-Vehicle-Regulation (ELVR), die zurzeit in der EU diskutiert wird und die künftig festlegen soll, wie hoch der Anteil erneuerbarer und recycelter Materialien beispielsweise in Neufahrzeugen sein muss.

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