Designed for Recycling IKV produziert Soft-Touch-Handballenablagen auf der K

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 2 min Lesedauer

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Für mehrkomponentige Soft-Touch-Bauteile sind Design for Recycling und das Verringern des CO2-Fußabdrucks über den Produktlebenszyklus hinweg besonders herausfordern. Das IKV zeigt auf der K 2025 eine mechanisch rezyklierbare Leichtbaualternative, die sowohl optisch als auch haptisch mit konventionellen Soft-Touch-Lösungen konkurrieren kann.

Die recyclingfähige Soft-Touch-Handballenablage verfügt über Belüftungsschlitze und eine weiche hochwertig genarbte Oberfläche. Durch eine flexible Lasche  an den Außenseiten und einen Hinterschnitt in der Innenseite können mehrere Ablagen zusammengesteckt und an die Breite der Tastatur angepasst werden.(Bild:  IKV)
Die recyclingfähige Soft-Touch-Handballenablage verfügt über Belüftungsschlitze und eine weiche hochwertig genarbte Oberfläche. Durch eine flexible Lasche an den Außenseiten und einen Hinterschnitt in der Innenseite können mehrere Ablagen zusammengesteckt und an die Breite der Tastatur angepasst werden.
(Bild: IKV)

Die Handballenablage besteht aus einem Polypropylen-Träger, auf den als weiche Komponente ein thermoplastisches Elastomer (TPE) aufgespritzt wird. Das hat den Vorteil, dass auch die Softkomponente ein Thermoplast ist und deshalb zusammen mit dem thermoplastischen Träger recycelt werden kann. Aus zerkleinerten Handballenablagen kann ein PP-Rezyklat compoundiert und für das Fertigen neuer PP-Träger genutzt werden. Die Umsetzung zeigt das IKV auf dem Stand anhand von mehrfach rezyklierten Formteilen mit Rezyklatgehalten von bis zu 30 %. 

Gefertigt wird in einem 2K-Thermoplast-Schaumspritzgießverfahren (TSG) mit chemischem Treibmittel. Ein atmendes Werkzeug, bei dem sich das Kavitätsvolumen über den Zyklus verändert, ermöglicht hohe Aufschäumgrade bei gleichzeitig hochwertigen Oberflächen. Eine isolierende Werkzeugbeschichtung und die Prägung des Bauteils im Werkzeug verbessern die Oberflächenqualität zusätzlich. Durch das Schäumen kann die Dichte des Trägers um rund 8 % und die des TPE um bis zu 80 % reduziert werden.

Wie der CO2-Fußabdruck reduziert wird

Aus der geringen Dichte und der Rezyklierbarkeit des Verbundes ergibt sich über die gesamte Lebensdauer des Bauteils ein deutlich verbesserter CO2-Fußabdruck. Durch den Einsatz von etablierten Verfahren und Werkstoffen ist die kostengünstige Technologie unmittelbar in die industrielle Nutzung übertragbar. Eine 100 % Inline-Prüfung der haptischen und mechanischen Eigenschaften in der Fertigungszelle auf dem Stand zeigt die Serienreife des Prozesses. Dank der vom IKV-Spin-off Ospim entwickelten Digitalisierungslösungen wird der Prozess in Echtzeit intelligent eingerichtet, optimiert und überwacht. Zum Einsatz kommen dabei KI-Methoden, die ihren Ursprung in der Forschung am IKV haben.

Die am Projekt beteiligten Unternehmen

Allod Werkstoff, Burgbernheim; Kiki Ingenieurgesellschaft, Malsch; Osphim, Aachen; Arburg, Loßburg; Kistler Instrumente, Winterthur/Schweiz; Polar-Form Werkzeugbau, Lahr; Eschmann Textures, Wiehl; Lyondellbasell, Rotterdam; Simcon kunststofftechnische Software, Aachen; GK Concept, Dresden; Meusburger Georg, Wolfurt/Österreich; Synventive Molding Solutions, Bahlingen; HB-Therm, St. Gallen/Schweiz; Motan Holding, Konstanz; Wirth Werkzeugbau, Helmbrechts

Quelle: IKV

K 2025: Halle 14/Stand C16

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