System der Seewassernutzung: Zwei eigenständige Wasserkreisläufe zur Abführung der Überschusswärme, beziehungsweise zur Beheizung des Betriebsgebäudes.

System der Seewassernutzung: Zwei eigenständige Wasserkreisläufe zur Abführung der Überschusswärme, beziehungsweise zur Beheizung des Betriebsgebäudes. (Bild: alle Compounds)

Aufgrund der starken Wärmeentwicklung während der Produktion müssen die Anlagen gekühlt werden. Die anfallende Abwärme wird primär dazu genutzt, die Produktionshallen und die Büroräumlichkeiten zu heizen und um das Brauchwasser zu erhitzen. Doch trotz modernster Technik entsteht weiterhin ein Wärmeüberschuss. Die resultierende Überschusswärme wird über Wärmetauscher auf den Wasserkreislauf zur Ableitung in den Pfäffikersee übertragen. Umgekehrt kann dem Seewasser bei Bedarf über die Wärmepumpen Energie entzogen werden. Das Wasser des Sees wird aus 10 m Tiefe abgepumpt und durch eine 350 m lange Leitung zum Pumpwerk geführt. Über komplett getrennte Systeme ist die Anlage so konzipiert, dass ein Kontakt des Seewassers mit den Kreisläufen der Fabrikation ausgeschlossen ist. Auf dem Betriebsgelände wird das Seewasser über zwei paralell  betriebene Wärmetauscher (Leistung je 1.250 kW) einerseits für die Kühlung der Maschinen und andererseits für die Temperierung der Räume genutzt. Der Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf ist gering und beträgt nur etwa 4 bis 5 °C.
Um die Produktionsanlagen von Compounds mit Prozessdampf zu versorgen, wurden in der Liegenschaft zwei Dampferzeugungsanlagen für einen Parallelbetrieb installiert. In diesen Anlagen wird in einem Dampfkessel aus speziell aufbereitetem Wasser Dampf erzeugt, der für die Vulkanisierung von Gummiprofilen benötigt wird.

Ökologische Aspekte einbeziehen

Die max. Förderleistung der Seewassernutzungsanlage mit Wärmetauscher beträgt 6.000 l/min.

Die max. Förderleistung der Seewassernutzungsanlage mit Wärmetauscher beträgt 6.000 l/min.

Das Gesamtkonzept ist so ausgelegt, dass in Zukunft auch weitere Nutzer in der Umgebung bedient werden können.

Das Gesamtkonzept ist so ausgelegt, dass in Zukunft auch weitere Nutzer in der Umgebung bedient werden können.

Um dem Schutz des Sees und des Moorgebietes Rechnung zu tragen, bezogen die verantwortlichen Planer bereits in einem sehr frühen Projektstadium die relevanten kantonalen Fachstellen mit ein. So konnten ökologische Aspekte bei der Leitungsführung und -verlegung sowie beim Bau des Pumpwerks berücksichtigt werden. Zudem vertrat ein unabhängiger Moorhydrologe in der Umsetzungsphase die Interessen des Naturschutzes. Ebenfalls positive Auswirkungen auf das Ökosystem hatte die kurze Bauzeit von nur knapp acht Wochen.

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