Der Umsatzzuwachs ist laut Unternehmensangaben in erster Linie auf die Sektoren Medizin und Industrie zurückzuführen. (Bild: BerlinStock - Fotolia.com)

Der Umsatzzuwachs ist laut Unternehmensangaben in erster Linie auf die Sektoren Medizin und Industrie zurückzuführen. (Bild: BerlinStock – Fotolia.com)

Das sehr gute Ergebnis beim Umsatz übersetzte sich unmittelbar in das operative Ergebnis: Das Kon-zern-EBITDA stieg im ersten Halbjahr 2020 von 57,6 Mio. Euro auf 247,5 Mio. Euro im gleichen Zeit-raum 2021 – und damit auf mehr als das Vierfache – an. „Zum Stichtag 30. Juni 2021 konnten wir das operative EBITDA im Vorjahresvergleich zum vierzehnten aufeinanderfolgenden Mal verbessern“, so Dr. Martin Füllenbach, CEO der Semperit Holding.
Die zahlungswirksamen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Halbjahr 2021 mit 18,8 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 11,9 Mio. Euro. In Zukunft sind wieder zunehmend wachstumsorientierte Investitionen geplant.

Nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung am 27. April 2021 wurde eine Dividende von 1,50 Euro pro Aktie ausgezahlt, was einer Dividendenrendite von 6,2 % zum Jahresende 2020 bei einem Aktienkurs von 24,30 Euro entspricht.

Äußere Einflüsse werden 2. Halbjahr prägen

Auf Basis aktueller Zahlen geht der Vorstand der Semperit Holding weiter davon aus, dass das EBITDA der Gruppe für das Gesamtjahr 2021 bei rund 395 Mio. Euro und damit deutlich über dem des Geschäftsjahrs 2020 liegen wird. Diese Ergebnisprognose ist insbesondere von der Verfügbarkeit erforderlicher Rohstoffe, den Verkaufspreisen für medizinische Schutzhandschuhe im Jahresverlauf sowie einer hinreichenden Containerverfügbarkeit zur Auslieferung der Erzeugnisse der Semperit-Gruppe abhängig. Darüber hinaus sind die Rohstoff- und Containerpreisentwicklung wesentliche Einflussfaktoren auf das Ergebnis des Unternehmens. Hinzu kommt die schwierige Kalkulierbarkeit der Effekte im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie beziehungsweise der Durchimpfungsrate – insbesondere aufgrund der regional stark abweichenden Tendenzen und deren Einfluss auf die internationalen Produktionsstandorte.

Für das Gesamtjahr 2021 wird mit einem erkennbaren Erholen der Märkte des Sektors Industrie gerechnet, wobei sich die Märkte nach ihrer Zyklizität unterschiedlich entwickeln und diese wider-spiegeln werden.

Die anhaltenden Effekte der Corona-Pandemie schlagen sich beim Preis von Medizinprodukten nach wie vor positiv nieder. Der Vorstand geht allerdings davon aus, dass das Preisniveau im Verlauf der zweiten Jahreshälfte abnehmen wird.