Die BASF gehört seit der ersten K-Messe im Jahr 1952 zu den Ausstellern. In diesem Jahr steht der Messeauftritt unter dem Motto 'Our Plastics Journey'.
Die Besucher erwarten innovative Anwendungen, die auf die Bedürfnisse der Märkte zugeschnitten sind und Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft für verschiedene Geschäftsbereiche und Branchen zeigen.
(Bild: BASF)
Aufbauend auf das Low-PCF- und Zero-PCF-Portfolio, das auf der letzten K vorgestellt worden war, hat BASF nun eine PCF-reduzierte Produktpalette, rPCF, auf den Markt gebracht. Diese setzt auf PCF-Verbesserungen durch den Einsatz von erneuerbarem Strom und emissionsarmem Dampf entlang des Produktionsprozesses. Das Angebot ist jetzt in der Nachhaltigkeits-Toolbox für technische Kunststoffe und thermoplastische Polyurethane verfügbar. Bereits zuvor hatte das Unternehmen alle europäischen Produktionsstätten von Performance Materials auf erneuerbaren Strom umgestellt, der mit Solar- und Windenergie erzeugt wird.
Während Technologie und Prozesse wichtige Hebel der Transformation sind, ist der Einsatz alternativer Rohstoffe ebenso unerlässlich. Auf der K 2025 werden Produkte gezeigt, bei denen fossile Ressourcen zu Beginn des Produktionsprozesses durch nachwachsende Rohstoffe nach dem Biomassenbilanz-Ansatz ersetzt werden. Dies trägt dazu bei, den CO2-Fußabdruck der folgenden Produkte zu reduzieren. Darüber hinaus ersetzt der Polymerhersteller fossile Ressourcen durch Rohstoffe aus dem chemischen Recycling von Kunststoffabfällen gemäß einem Massenbilanzansatz für sein Ccycled-Portfolio.
Wie Digitalisierung bei der grünen Transformation unterstützt
Die Transformation benötigt nicht nur Materialien, sondern auch Daten. Da sich die Branche auf mehr Transparenz und Verantwortung zubewegt, werden digitale Tools unerlässlich, um die grüne Transformation zu ermöglichen und zu beschleunigen. Um dies zu unterstützen, bietet das Unternehmen die Pacific-App an, die Standardisierung und Interoperabilität beim PCF-Datenaustausch von Kunststoffen ermöglicht. Die App wurde auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt und findet bei Beteiligten in der Wertschöpfungskette eine stetig wachsende Akzeptanz.
Hochleistungskunststoffe für unterschiedliche Anwendungen
Kunststoffe bringen Vorteile für viele Anwendungen, unter anderem indem sie deren Lebensdauer verlängern. Das ist besonders wichtig für Zukunftstechnologien, zum Beispiel die Produktion von grünem Wasserstoff. Polysulfon (PSU) ermöglicht beispielsweise das Herstellen größerer, robusterer und langlebigerer Bauteile wie Rahmen in Stacks für alkalische Elektrolyseure, wie sie von der Firma Stargate Hydrogen entwickelt werden.
In Hochleistungshaushaltsgeräten wie dem neuen Thermomix von Vorwerk Elektrowerke sorgen die technischen Kunststoffe, die computergestützte Bauteilentwicklung (CAE) und die Bauteilprüfung der BASF für komplexe Anwendungen. Mehrere Teile bestehen aus Ultramid Advanced N (PPA: Polyphthalamid) oder Ultramid A (PA66: Polyamid 66), die aufgrund ihrer hohen Temperaturstabilität oder mechanischen Festigkeit ausgewählt wurden.
Im Bereich der Elektromobilität haben die Ludwigshafener einen Batteriedemonstrator entwickelt, der zeigt, wie fortschrittliche Kunststofflösungen das Gewicht reduzieren sowie Wärmemanagement, Sicherheit und Leistung verbessern.
Welche ist die beste Recyclingmethode?
Im Rahmen seines Engagements für eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft werden ergänzende Recyclingtechnologien getestet, um Abfallprodukten ein zweites Leben zu geben. In verschiedenen Branchen – Verpackung, Möbel, Haushaltsgeräte, Textilien und Fahrzeuge – zeigen Lösungen, wie Recycling zu einem Innovationsmotor wird.
Das NIR-Handgerät ermöglicht die Kunststoffidentifizierung vor Ort.
(Bild: BASF)
Um Recyclingprozesse zu unterstützen, bietet die BASF-Tochter Trinamix ein Handheld-Spektrometer zur schnellen und zuverlässigen Identifizierung verschiedener Kunststoff- und Textilarten an. Die mobile NIR-Spektroskopie-Lösung ermöglicht ein präziseres Sortieren und verbesserte Recyclingergebnisse.
Für papierbasierte Lebensmittelverpackungen werden die End-of-Life-Möglichkeiten auf organisches Recycling erweitert. Mit dem heim- und industriell kompostierbaren Werkstoff Ecovio können Lebensmittelverpackungen aus Papier beschichtet werden, um die notwendigen Barriereeigenschaften zu erreichen, insbesondere für flüssige und fettige Inhaltsstoffe.
Sind Polyurethane recyclingfähig?
BASF hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielseitigkeit und Recyclingfähigkeit von Polyurethanen (PU) unter Beweis zu stellen:
Zusammen mit seinem langjährigen Partner Vitra wird der weltweit ersten wirtschaftlich recycelbaren Weichschaum für Möbel präsentiert.
In Kooperation mit Krauss Maffei, Rampf und Liebherr wurde ein chemisches Recyclingverfahren entwickelt, um Polyurethan wieder in den gleichen Materialkreislauf zurückzuführen. In einem stabilen, kontinuierlichen industriellen Depolymerisationsprozess werden recycelte Polyole hergestellt, die zum Herstellen neuer PU-Hartschäume als Dämmstoff in Kühlschränken verwendet werden können. Durch die Verwendung von Post-Consumer-Abfällen aus Altkühlschränken als Rohstoff kann der Verbrauch fossiler Ressourcen deutlich reduziert werden.
Aus gebrauchten Matratzen wird im Recyclingprozess wieder Polyol, aus dem wieder Polyurethan hergestellt werden kann.
(Bild: BASF)
Thermoplastische Polyurethane (TPU) gehen ebenfalls in die Kreislaufwirtschaft ein: Die neuen Elastollan RC-Typen enthalten bis zu 100 % Recyclingmaterial mit nahezu neuwertigen Eigenschaften durch das Wiederverwenden von Post-Industriellen- und Post-Consumer-TPU-Abfällen.
Mit Ioopamid wurde eine Lösung entwickelt, um die Kreislauffähigkeit in der Modeindustrie zu verbessern und Post-Industrielle- und Post-Consumer-Textilabfälle aus Polyamid 6 mehrfach zu recyceln.
Stand: 16.12.2025
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Nicht zuletzt treibt BASF zahlreiche Projekte im Bereich des Recyclings von Automobilkunststoffen durch mechanisches Recycling, lösemittelbasiertes Recycling, Depolymerisation und Hochtemperaturrecycling wie Gasifizierung voran. Quelle: BASF