Schwalbe stellt neue Aerothan-Schläuche mit Aluminiumschaft vor Fahrradschlauch: Leicht und robust

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 2 min Lesedauer

Schwalbe stellt die neue Generation seiner Aerothan-Schläuche vor, die mit einem Schaft aus Aluminium und einem Außengewinde ausgestattet sind. Erfahren Sie mehr zu dem Fahrradschlauch.

Der Schaft aus Aluminium besitzt ein Außengewinde für eine bessere Handhabung.(Bild:  Schwalbe)
Der Schaft aus Aluminium besitzt ein Außengewinde für eine bessere Handhabung.
(Bild: Schwalbe)

Laut Hersteller ist der Schlauch sehr leicht, hat einen sehr niedrigen Rollwiderstand und ist robust. Die Aerothan-Schläuche werden wie bisher in der Schwalbe-Zentrale im nordrheinwestfälischen Reichshof produziert. Dabei reicht die Auswahl von klein bis groß, denn es sind 39 verschiedene Artikel verfügbar.

Wie aus alten Fahrradreifen neue werden

Gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen sorgt das Familienunternehmen dafür, dass Altreifen recycelt und die daraus gewonnenen Rohstoffe in die Produktion des Aerothan eingespeist werden. Das sorgt dafür, dass der Anteil von zirkulären Materialien im Aerothan bei 91 % liegt. Der Prozess sieht wie folgt aus:

  • Schwalbe bezieht TPU-Material aus dem Chemcycling von BASF für die Produktion der Aerothan-Schläuche (TPU = Thermoplastisches Polyurethan, Kunststoff). Chemcycling ist der Name eines BASF-Projekts zum chemischen Recycling mit dem Ziel, hochwertige Produkte aus chemisch recycelten Kunststoffabfällen in industriellem Maßstab herzustellen.
  • Beim Chemcycling setzt BASF Pyrolyseöl aus Schwalbes Reifenrecycling als Rohstoff ein.
  • Das von Pyrum Innovations aus Altreifen gewonnene Pyrolyseöl wird direkt zu Beginn der BASF-Produktion eingespeist und ersetzt dort fossile Rohstoffe für die TPU-Produktion.
  • Die recycelten Rohstoffe werden per Massenbilanzverfahren dem zertifizierten Ccycled TPU zugeordnet. Die Zertifizierung bestätigt, dass die für den Aerothan-Schlauch benötigten Mengen an fossilen Ressourcen durch Pyrolyseöl ersetzt werden.

Diese drei Produkte entstehen beim Reifenrecycling

Auch das Schwalbe Recycling System trägt in Kooperation mit Pyrum Innovations im Saarland zum nachhaltigen Wiederverwerten von Altreifen bei. Im Recyclingprozess werden drei wertvolle Rohstoffe gewonnen, die nun im Sinne einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft wiederverwendet werden.

  • Das Pyroylsegas wird im Recyclingwerk verstromt. Dabei wird neben dem gewonnenen Strom ausgekoppelte Prozesswärme zur Stützung des Recyclingprozesses genutzt, was zu einem energieeffizienten Betrieb der Anlage führt.
  • Das Pyrolyseöl wird an BASF vermarktet und ersetzt fossile Rohstoffe im Produktionsprozess der BASF, die das TPU per Chemcycling für den Aerothan herstellt.
  • Recovered Carbon Black (rCB) ersetzt in der Produktion neuer Schwalbe-Produkte fossil hergestellten Industrieruß. Mittlerweile werden bereits mehr als 70 % aller Reifen des Herstellers mit rCB hergestellt.

Das Außengewinde des Schlauches ist laut Fahrradreifenhersteller kompatibel mit dem Schwalbe Clik Valve, allen Pumpen, dem Airmax Smart Bike Sensors sowie dem Bosch Speed Sensors. 
Ab Herbst 2025 wird die Reifentype verfügbar sein.

Quelle: Schwalbe

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