TESTING AND MEASURING Einfluss der Materialcharakterisierung auf die Qualität von LSR-Spritzgießsimulationen

Ein Gastbeitrag von Dr.-Ing. Dennis F. Weißer, Esslingen*, Simon J. Heienbrock, Prof. Dr.-Ing. Matthias H. Deckert, Dennis Mayer, Payam Semsarilar*, Clemens Trumm, Esslingen, Deutschland 1 min Lesedauer

Bauteile aus Flüssigsilikonkautschuk (LSR) gewinnen aufgrund ihrer hervorragenden Eigenschaften an Bedeutung. Ein zentraler Aspekt bei der Simulation von LSR-Bauteilen ist die Bestimmung des Vernetzungsgrades, um die Zykluszeit zu optimieren und eine hohe Bauteilqualität sicherzustellen. Die Genauigkeit der Simulation hängt jedoch maßgeblich von den verwendeten Materialdaten ab.

Schematischer Aufbau der LSR-Verarbeitung von der Dosierung der beiden Komponenten, über deren Mischung bis zum Einspritzen des Materials in das heiße Werkzeug.(Bild:)
Schematischer Aufbau der LSR-Verarbeitung von der Dosierung der beiden Komponenten, über deren Mischung bis zum Einspritzen des Materials in das heiße Werkzeug.
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Spritzgießbauteilen und -werkzeugen sind Simulationen nicht mehr wegzudenken. Bei der Produktentwicklung kann das Bauteildesign so optimiert werden, dass Festigkeit, Steifigkeit und interne Spannungen den Anforderungen entsprechen und späteren Belastungen standhalten. Gleichzeitig können Bauteile bereits vor der ersten Werkzeugkonstruktion durch Simulationen hinsichtlich Herstellbarkeit und Zykluszeit bewertet werden, sodass Werkzeugbauer realistische und wirtschaftliche Angebote erstellen können. Vorab ist eine schnelle und effektive Ermittlung der Anzahl und Position der Anspritzpunkte möglich sowie eine gleichmäßige Balancierung der Angusssysteme von Mehrkavitäten Werkzeugen.