ELASTOMERS UND PLASTICS MK-Spritzguss mit Flüssigsilikonkautschuk (LSR) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) für die Medizintechnik

Von Mohammad Ali Nikousaleh, Niklas Riemann, Dr.-Ing. Michael Hartung, Dr.-Ing. Ralf-Urs Giesen, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Heim, Kassel, Deutschland 1 min Lesedauer

Das Mehrkomponentenspritzgießen von Flüssigsilikonkautschuken (LSR) mit Thermoplasten, wie PBT oder Polyamid ist Stand der Technik und wird bei vielen Bauteilen in der Automobilindustrie und im Bereich der Sanitärtechnik im Herstellungsprozess angewendet. Standardthermoplaste, wie z. B. Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) lassen sich wegen ihrer niedrigen Erweichungstemperatur bisher nicht mit Silikonkautschuken im Spritzgießverfahren verbinden.

Openair-Plasma-Verfahren (links) und installierte UVC-Lampe auf dem  Roboter (rechts)(Bild:)
Openair-Plasma-Verfahren (links) und installierte UVC-Lampe auf dem Roboter (rechts)
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Silikonelastomere, insbesondere Flüssigsilikonkautschuke, eignen sich aufgrund ihres besonderen Eigenschaftsprofils sehr gut für den Einsatz in der Medizintechnik. Sie sind über einen weiten Temperaturbereich einsetzbar, physiologisch gut verträglich und können auf verschiedene Weisen sterilisiert werden. Als Funktionselemente in medizinischen Komponenten wie etwa Dichtungen, Membranen oder Ventilen werden diese nach Stand der Technik über Füge- und Montageprozesse in Gehäuse aus Thermoplasten integriert.