PFAS-Ersatzlösungen für die Kunststoffindustrie
PFAS: Substitution möglich?

Dr. Ralph Wilken, Dr. Klaus Vissing, Dr. Thorben Brenner 5 min Lesedauer

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Aufgrund ihrer geringen Oberflächenenergie besitzen Fluorkunststoffe von Haus aus eine antiadhäsive Wirkung. Deshalb waren sie Teil zahlreicher funktioneller Schichten, die bei einem Inkrafttreten eines PFAS-Verbots ebenfalls substituiert werden müssen. An diesen Alternativen wird geforscht.

Entfernung der Peelplas-Folie nach Aushärtung eines CFK-Bauteils(Bild:  Fraunhofer IFAM)
Entfernung der Peelplas-Folie nach Aushärtung eines CFK-Bauteils
(Bild: Fraunhofer IFAM)

In den letzten Jahren hat das Bewusstsein für die potenziellen Risiken von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) erheblich zugenommen. Diese weit verbreiteten Stoffe, die in einer Vielzahl von Produkten von wasserabweisenden Textilien über Löschschäumen bis hin zu Kochgeschirr verwendet werden, stehen im Verdacht, erhebliche gesundheitliche und Umweltprobleme zu verursachen. Angesichts der wachsenden regulatorischen Maßnahmen, insbesondere durch das laufende Verbotsverfahren der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), und der Forderungen nach sichereren Alternativen hat die PFAS-Substitutionsforschung an Bedeutung gewonnen. Die ECHA arbeitet derzeit an umfassenden Bewertungen und Konsultationen, um die Verwendung von PFAS zu regulieren und die Exposition gegenüber diesen Chemikalien zu minimieren. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Entwicklungen in der Forschung zu PFAS-Alternativen, die Herausforderungen bei der Identifizierung geeigneter Ersatzstoffe und die vielversprechenden Ansätze zur Minimierung der Risiken, die mit diesen persistenten Chemikalien verbunden sind.