RAW MATERIALS AND APPLICATIONS Zur thermischen Leitfähigkeit (Teil 2): Weichmacherzusätze in AEM-Mischungen und deren Einfluss auf die Kinetik der chemischen Vernetzungsreaktion

Von Roy Hornig, Dettlingen/Erms, Deutschland 1 min Lesedauer

Im Gegensatz zum untersuchten Einfluss verschiedener Metalloxid-Pigmente auf die thermischen Eigenschaften einer peroxidisch vernetzenden FKM-Mischung (1. Teil, KGK 05/24) wird hier der Einfluss eines zunehmenden Weichmachergehaltes auf die Kinetik der chemischen Vernetzungsreaktion, auf die Temperaturleitfähigkeit, die spezifische Wärmekapazität, die Wärmeleitfähigkeit und die Wärmeeindringzahl betrachtet.

Abb. 1: Kälteflexibilität von EACM-Mischungen in Abhängigkeit des Weichmachergehaltes und der Prüffrequenz in einem Temperaturbereich von -50 °C bis +20 °C. Darstellung der Kälteflexibilität über tan δ-Verläufe, gemessen über sogenannte Temperatur-Frequenz-Sweeps mithilfe der DMA EPLEXOR 500N (Netzsch Gerätebau), sowie eine separate Darstellung der Kurvenpeaks. (Bild:)
Abb. 1: Kälteflexibilität von EACM-Mischungen in Abhängigkeit des Weichmachergehaltes und der Prüffrequenz in einem Temperaturbereich von -50 °C bis +20 °C. Darstellung der Kälteflexibilität über tan δ-Verläufe, gemessen über sogenannte Temperatur-Frequenz-Sweeps mithilfe der DMA EPLEXOR 500N (Netzsch Gerätebau), sowie eine separate Darstellung der Kurvenpeaks.
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Die Theorie der Weichmachung wurde in der Literatur bereits mit vielen Beiträgen behandelt, hervorzuheben wären hier Literaturstellen wie beispielsweise [1– 4]. Es wird zwischen den primären und sekundären Weichmachern unterschieden, das heißt nach ihrer Wirkungsweise in der Polymermatrix. Des Weiteren unterteilt man sie in drei Gruppen: die Mineral ölweichmacher, die synthetischen Weichmacher und die Weichmacher aus Naturprodukten (wie zum Beispiel Fettsäuren, Wollfett, Pflanzenöle, Leim, Harz, Faktisse).