Blick auf eine Industrieanlage mit vielen Rohren

Der Reaktor in Dillingen lief bei seiner zweiten Anlauffahrt auf 75 % seiner Nennleistung. (Bild: Pyrum)

Update 24.05.2024: Erstes Aufheizen des dritten Reaktors

Die Erkenntnisse aus der bisherigen Inbetriebnahme von Thermolysereaktor 2 (TAD 2) wurden vollständig auf TAD 3 übertragen. In den letzten Wochen wurden auf dieser Grundlage zusätzlich kleinere Anpassungen vorgenommen, die laut Betreiber zu einem reibungslosen Start des neuen Reaktors beitrugen. Nach Abkühlung des Reaktors und abschließenden Vorbereitungsarbeiten am Wochenende soll in der nächsten Woche die erste Warmfahrt mit der Produktion von Thermolyseöl und rCB erfolgen. Ziel ist es, den Durchsatz von TAD 3 im Anschluss ebenfalls innerhalb weniger Inbetriebnahmefahrten auf 75 bis 80 % der Zielleistung hochzufahren. Innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate sollen dann TAD 2 und TAD 3 sukzessive auf die volle Auslastung von 100 % hochgefahren werden.

Darüber hinaus steht in den nächsten Wochen noch die finale Inbetriebnahme der Verstromung des produzierten Thermolysegases an. Aktuell werden noch Anpassungen und Feineinstellungen vorgenommen.

So verlief die Inbetriebnahme von Reaktor 2

Seit dem Start der zweiten Probefahrt Ende Januar 2024 konnte der Durchsatz des neuen Reaktors bereits innerhalb einer Woche schrittweise auf 75 % der für die künftige Serienproduktion erwarteten Leistung erhöht werden. Damit können in TAD 2 bereits industrielle Mengen Altreifen verarbeitet werden und Pyrums Technologie hat den Beweis für den geplanten Rollout aus technischer Sicht erbracht. Es wurden bereits mehr als 30.000 l Pyrolyseöl produziert, die jetzt im Labor beprobt werden, bevor sie plangemäß innerhalb der nächsten zwei Wochen an die BASF geliefert werden.

Es ist nun geplant, den Durchsatz in TAD 2 in den nächsten Wochen bei 75 % bis 80 % zu halten und die Abläufe zwischen den einzelnen Anlageteilen zu optimieren. Im weiteren Verlauf soll TAD 3 bis Ende März 2024 ebenfalls auf 80 % hochgefahren werden, was eine Verdreifachung der aktuellen Produktionskapazitäten bedeutet.

Quelle: Pyrum

PFAScon 2024 in Lüdenscheid erleben

PFAS-Verbot: Fachtagung PFAScon 2024 in Lüdenscheid
(Bild: Dalle 3 / OpenAI)

Am 14. März 2024 öffnet das Kunststoff-Institut Lüdenscheid seine Türen für einen Fokustag rund um das Thema der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) und der aktuellen Situation in Bezug auf den ECHA-Beschränkungsvorschlag. Die PFAScon 2024 wird als neues interaktives Format vor Ort in Lüdenscheid stattfinden aber auch in eingeschränktem Umfang online angeboten. Die Veranstaltung thematisiert die aktuelle Situation und verspricht eine facettenreiche Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des möglichen Verbots auf die Kunststoffproduktion und beteiligte Wirtschaftszweige. Der PLASTVERARBEITER ist hierbei Medienpartner.

Informationen, wie das ausführliche Rahmenprogramm der Veranstaltung, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung, finden Sie hier.

Sie möchten gerne weiterlesen?