Nachhaltigkeit in der Synthesekautschuk-Produktion Arlanxeo senkt CO2-Fußabdruck bei Baypren

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Seit Januar 2026 basiert die gesamte Chloroprenkautschuk-Produktion von Arlanxeo auf ISCC-PLUS-zertifiziertem Chlor von Covestro. Der Wechsel senkt das Treibhauspotenzial des Werkstoffs Baypren um durchschnittlich 20 %. Gummiverarbeiter reduzieren so den CO2-Fußabdruck ihrer Bauteile ohne Performance-Verlust.

Chloropren-Kautschuk (CR) ist ein Hochleistungswerkstoff mit vielfältigen Anwendungen. Baypren ist der Markenname für die Arlanxeo-Produktreihe auf Basis von 2-Chlor-1,3-Butadien (Chloropren).(Bild:  Arlanxeo)
Chloropren-Kautschuk (CR) ist ein Hochleistungswerkstoff mit vielfältigen Anwendungen. Baypren ist der Markenname für die Arlanxeo-Produktreihe auf Basis von 2-Chlor-1,3-Butadien (Chloropren).
(Bild: Arlanxeo)

Die beiden Chemieunternehmen Arlanxeo und Covestro intensivieren ihre Kooperation, um den ökologischen Fußabdruck in der Gummi-Wertschöpfungskette zu verringern. Die vollständige Umstellung der Chloroprenkautschuk-Produktion (CR) auf zertifizierte Rohstoffe markiert hierbei einen bedeutenden industriellen Schritt. Das von Covestro gelieferte Chlor wird unter dem Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt. Für Verarbeiter von CR-basierten Elastomeren bietet diese Umstellung eine direkte Möglichkeit, emissionsärmere Endprodukte für den Markt bereitzustellen. 

GWP-Reduzierung um 20 Prozent im Fokus

Durch die Nutzung des ISCC-PLUS-zertifizierten Chlors sinkt das Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP) der Baypren-Produktfamilie im Vergleich zum Jahr 2025 um rund 20 %. Dieser Wert variiert je nach spezifischer Produktklasse des Kautschuks.

„Die Integration von ISCC-Plus-zertifizierten Materialien in unsere Produktion ist ein wesentlicher Schritt zur Reduzierung des Umweltfußabdrucks unserer CR-Kautschukprodukte“, erklärt Niels van der Aar, Head of Sustainability bei Arlanxeo. Das Unternehmen stellt zudem verifizierte Daten zum Produkt-Umweltfußabdruck für das gesamte Sortiment bereit, was die regulatorische Nachverfolgbarkeit für nachgelagerte Verarbeiter erleichtert. 

Volle Performance bei gesteigerter Nachhaltigkeit

Beispiel der relativen Veränderung des Treibhauspotenzials (GWP100 inkl. biogener Anteile [kg CO₂e]) für Baypren 116 M45 ab Januar 2026. Im Diagramm ist auch Baypren Eco 116 M45 als Eco-Option aufgeführt.(Bild:  Covestro)
Beispiel der relativen Veränderung des Treibhauspotenzials (GWP100 inkl. biogener Anteile [kg CO₂e]) für Baypren 116 M45 ab Januar 2026. Im Diagramm ist auch Baypren Eco 116 M45 als Eco-Option aufgeführt.
(Bild: Covestro)

Für Branchen mit ambitionierten Klimazielen wie die Automobil-, Bau- und Klebstoffindustrie bietet das modifizierte Portfolio eine verlässliche Materialbasis. Dabei müssen Verarbeiter keine Einbußen bei der gewohnten Leistungsfähigkeit des Werkstoffs in Kauf nehmen. Zudem umfasst das Angebot spezielle „Baypren Eco“-Typen, die ISCC-Plus-zertifiziertes Chlor mit zertifiziertem Butadien kombinieren und den ökologischen Fußabdruck weiter reduzieren.

„Unsere Zusammenarbeit mit Arlanxeo zeigt, wie zertifizierte Rohstoffe und erneuerbare Energie dazu beitragen können, den Produkt-Umweltfußabdruck nachgelagerter Anwendungen zu senken“, betont Moritz Winterstein, Head of Trading Cluster Basic Chemicals EMEA bei Covestro. Die Kooperation zielt darauf ab, Kunden gezielt bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen.

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