Forschungskooperation für nachhaltige Elastomer-Lösungen Forschen an neuem Kautschuk

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Michelin und führende französische Forschungsinstitute bündeln ihre Kompetenzen im neuen „PolMixLab“. Ziel des gemeinsamen Forschungslabors ist die Entwicklung hochleistungsfähiger, kreislauffähiger Polymere, die den Energieaufwand in der Produktion senken und neue Anwendungsfelder in Mobilität und Industrie erschließen.

Ein wesentlicher Hebel für die Kreislaufwirtschaft ist die Integration von Design for Recycling bereits in der Phase der Polymerformulierung.(Bild:  Michelin)
Ein wesentlicher Hebel für die Kreislaufwirtschaft ist die Integration von Design for Recycling bereits in der Phase der Polymerformulierung.
(Bild: Michelin)

In Lyon bündeln Michelin, das CNRS sowie die Universitäten INSA Lyon, Lyon 1 und Jean Monnet ihre Expertise im neuen Gemeinschaftslabor PolMixLab. Die am 22. April 2026 eingeweihte Einrichtung widmet sich der Entwicklung von Elastomeren der nächsten Generation, die sowohl ökologischen Anforderungen als auch steigenden industriellen Leistungsansprüchen gerecht werden. Das auf vier Jahre angelegte Forschungsprojekt zielt darauf ab, technologische Grenzen bei polymeren Werkstoffen gezielt zu verschieben.

Effizienz durch digitale Simulation und Recycling

Im Zentrum der Forschungsarbeit stehen drei strategische Schwerpunkte: die Reduktion des Energieverbrauchs in der Produktion, die Leistungssteigerung der Werkstoffe und die Optimierung der Umweltbilanz. Durch den Einsatz digitaler Simulationen wollen die Partner den Energieaufwand bei der Herstellung von Elastomer-Mischungen senken und gleichzeitig die Qualität sowie Homogenität der resultierenden Compounds verbessern.

„Mit PolMixLab stärkt Michelin seine Fähigkeit, wichtige industrielle und ökologische Themen im Zusammenhang mit Materialien vorauszusehen und zu begleiten“, sagt Christophe Moriceau, VP Advanced Research der Michelin-Gruppe.

Parallel dazu arbeiten die Wissenschaftler an neuen Strukturen, um die bisherigen Eigenschaftsprofile von Elastomeren zu übertreffen. Ein wesentlicher Hebel für die Kreislaufwirtschaft ist die Integration von Design for Recycling bereits in der Phase der Polymerformulierung. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Lebensdauer der Materialien zu verlängern und den CO2-Fußabdruck der Prozesse nachhaltig zu verringern.

Strategische Allianz für branchenübergreifende Lösungen

Das französische Gemeinschaftslabor „PolMixLab“ markiert eine neue Stufe der Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Elastomermaterialien
(Bild: Michelin - Patrick Delapierre)

Das PolMixLab markiert die zehnte aktive Kooperation zwischen Michelin und dem CNRS und baut auf einer Zusammenarbeit auf, die bis in die 1990er-Jahre zurückreicht. Die Forschungsergebnisse sollen nicht nur der Reifenproduktion zugutekommen, sondern finden Anwendung in Sektoren wie der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und dem Bauwesen.

„Dieses Labor markiert eine neue Stufe der Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Polymermaterialien, die leistungsfähiger, recycelbarer und energieeffizienter sind“, erklärt Mehdi Gmar, Chief Innovation Officer beim CNRS.

Für Verarbeiter bedeutet diese Kooperation den künftigen Zugang zu Werkstoffen, die vermehrt biobasierte Ressourcen nutzen und eine präzise Lebenszyklusanalyse ermöglichen. Bruno Lina, Präsident der Universität Lyon 1, betont: „Wir helfen dabei, innovative Lösungen für Materialien zu entwickeln, die leistungsfähiger und besser für die Anwendungen der Zukunft geeignet sind."

Die enge Verzahnung von industrieller Anwendungskompetenz und akademischer Spitzenforschung soll die industrielle Umsetzung neuer Polymer-Composites maßgeblich beschleunigen.

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