Letzter Schritt beim Strukturwandel Continental verkauft
Conti-Tech

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Continental verkauft seine Industriesparte Conti-Tech für 4 Mrd. Euro an Lone Star Funds. Für Conti-Tech endet damit die jahrzehntelange Konzernzugehörigkeit. Der Eigentümerwechsel besiegelt die strikte Trennung von Industrie- und Reifengeschäft.

Continental Unternehmenszentrale in Hannover: Der Verkauf von Conti-Tech markiert den Beginn einer neuen Ära – als reiner Reifenhersteller.(Bild:  Continental)
Continental Unternehmenszentrale in Hannover: Der Verkauf von Conti-Tech markiert den Beginn einer neuen Ära – als reiner Reifenhersteller.
(Bild: Continental)

Der Automobilzulieferer Continental hat am 4. Juli 2026 den Verkauf von Conti-Tech an eine Tochtergesellschaft von Lone Star Funds vertraglich vereinbart. Der fixe Kaufpreis beträgt 4 Mrd. Euro, wobei in den Folgejahren erfolgsabhängig bis zu 250 Mio. Euro hinzukommen können. „Mit dem Verkauf von Conti-Tech hat der Aufsichtsrat den letzten Schritt der Neuaufstellung von Continental beschlossen“, erklärt Sabrina Soussan, Aufsichtsratsvorsitzende von Continental.

Weltweite Übernahme durch Lone Star Funds

Der britische Finanzinvestor Lone Star Funds übernimmt sämtliche weltweiten Geschäftsaktivitäten der Industriesparte Conti-Tech des Hannoveraner Traditionsunternehmens Continental. „Wir sind überzeugt, beide Unternehmen werden sich eigenständig besser weiterentwickeln als im Verbund“, betont Soussan. Für Continental schließt sich damit eine umfassende Transformation ab, nachdem bereits im September 2025 der Spin-off der Automotive-Sparte unter dem Namen "Aumovio" und im Februar 2026 der Verkauf der "Original Equipment Solutions" erfolgten. „Der Verkauf von Conti-Tech markiert den Beginn einer neuen Ära von von Continental – als reiner Reifenhersteller“, erläutert Continental-Vorstandsvorsitzender Christian Kötzon.

Materialexpertise für globale Industriemärkte

Die operative Stärke von Conti-Tech basiert auf einer tiefen Werkstoff- und Technologiekompetenz im Bereich von Gummi- und Thermoplastwerkstoffen. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 mit rund 22.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 4,4 Mrd. Euro. Rund 80 % dieser Erlöse stammen aus dem klassischen Industriegeschäft.

Das anwendungstechnische Portfolio erstreckt sich von komplexen Förderband- und Antriebssystemen über das industrielle Flüssigkeitsmanagement bis hin zu Dämpfungs- und Oberflächenkompetenzen. Neben den Hauptabnehmern im Bergbau, der Energiewirtschaft und dem Infrastruktursektor beliefert die Sparte auch die Automobil-, Möbel- und Verpackungsindustrie mit Elastomerkomponenten.

Operative Optimierung bei Conti-Tech, Fokus das Reifengeschäft bei Continental

Der neue Eigentümer beabsichtigt, die weltweiten Marktanteile durch gezielte Maßnahmen weiter auszubauen. „Als globaler Investor mit langjähriger Erfahrung im Industriesektor freuen wir uns darauf, Geschäftsaktivitäten gemeinsam mit dem Management und den Beschäftigten weltweit konsequent weiterzuentwickeln – durch operative Verbesserungen und gezielte Investitionen in attraktive Wachstumsmärkte“, sagt Donald Quintin, Chief Executive Officer von Lone Star Funds.

Auf der anderen Seite verbleibt Continental als fokussierter Reifenhersteller mit 19 Werken und rund 55.000 Beschäftigten am Markt. Das Fundament bildet das Geschäft mit Pkw-Reifen, das im Jahr 2025 einen Anteil von 77 % am Reifenumsatz ausmachte. Besonders im Premiumsegment von Ultra-High-Performance-Reifen erzielt das Unternehmen bereits 55 % des Pkw-Reifenumsatzes.

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