Ifo-Studie Wie die deutsche Wirtschaft vom Seehandel abhängt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 1 min Lesedauer

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Knapp 10 % aller Importe nach Deutschland kommen über den Seeweg über das Rote Meer, das heißt über den Suezkanal und die Straße von Bab al-Mandab. Dies entspricht einem Handelsvolumen von 136 Mrd. Euro im Jahr 2023. Das zeigt eine neue Studie des Ifo Instituts im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. 

„Auf dem Seeweg über das Rote Meer kommen verschiedene kritische Rohstoffe oder wichtige Vorprodukte für die Industrie nach Deutschland“, sagt Ifo Handelsexpertin Lisandra Flach. (Bild:  © Wirestock – stock.adobe.com)
„Auf dem Seeweg über das Rote Meer kommen verschiedene kritische Rohstoffe oder wichtige Vorprodukte für die Industrie nach Deutschland“, sagt Ifo Handelsexpertin Lisandra Flach.
(Bild: © Wirestock – stock.adobe.com)

Ähnlich hoch ist der Anteil der deutschen Importe, die über die Straße von Malakka (8,7 % der Importe) und die Taiwanstraße (7,1 %) kommen. Im Vergleich dazu sind die Straße von Hormus und der Panamakanals für den deutschen Außenhandel eher unbedeutend, denn über den Panamakanal kamen 2023 lediglich 0,5 % aller deutschen Importe; über die Straße von Hormus waren es 0,4 %. „Der globale Handel konzentriert sich auf wenige Seewege mit strategischen Engpässen, wie dem Suez-Kanal oder der Straße von Bab al-Mandab. Blockaden oder Störungen dieser Seewege, wie zuletzt durch die Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen, haben erhebliche wirtschaftliche Folgen für Deutschland“, sagt die Koautorin der Studie, Katharina Erhardt von der Universität Düsseldorf.  

Die unabhängige Studie, welche im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt wurde, quantifiziert die Abhängigkeit deutscher Importe und Exporte von sechs zentralen maritimen Engpässen: der Straße von Hormus, der Straße von Bab al-Mandab, der Straße von Malakka, der Taiwanstraße, dem Suezkanal und dem Panamakanal. 
Quelle: Ifo Institut

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