WDK Halbjahresbilanz Unveränderte Herausforderungen für die Kautschukindustrie

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Konjunkturumfrage des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie (WDK) zum ersten Halbjahr 2025 hat gezeigt, dass sich die Kautschukindustrie am deutschen Standort verändert. Erfahren Sie mehr.

„Die Halbjahresbilanz unserer Branche ist und bleibt ambivalent“, so  Michael Berthel, Chefvolkswirt des WDK.(Bild:  © RightPurpose – Stock.adobe.com)
„Die Halbjahresbilanz unserer Branche ist und bleibt ambivalent“, so Michael Berthel, Chefvolkswirt des WDK.
(Bild: © RightPurpose – Stock.adobe.com)
Michael Berthel, Chefvolkswirt des WDK(Bild:  WDK)
Michael Berthel, Chefvolkswirt des WDK
(Bild: WDK)

Die Kautschukindustrie stehe in Deutschland genau wie die anderen Industrien vor den unveränderten Herausforderungen: Hohe Energiepreise, massive Bürokratielasten, hohe Personalkosten. „Es bleibt bei den Kostennachteilen des deutschen Industriestandorts gerade aus Sicht global aufgestellter Unternehmen. Die positiven Signale beim Auftragseingang lassen uns für das Gesamtjahr 2025 ein leichtes Plus beim Absatz und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erwarten. Unsere Erwartungen an die Inlandsproduktion sind allerdings sehr gedämpft und liegen aktuell bei einem Minus von 1 Prozent. Wir müssen leider feststellen, dass immer mehr Unternehmen notgedrungen den Produktionsstandort Deutschland verlassen“, so Michael Berthel, WDK-Chefvolkswirt. 

Ernüchternd ist auch die Einschätzung der Wirkung des „Investitionsboosters“ der Bundesregierung durch die Kautschukindustrie-Geschäftsleitungen: Nur 27 % erwarten einen positiven Impuls für ihr Geschäft. 

Entlastung jetzt notwendig

Der Präsident des WDK, Michael Klein, sprach in diesem Zusammenhang von einem „Alarmsignal“. „Unsere Erhebung zeigt, dass das Vertrauen der Wirtschaft in eine entschlossene Wirtschaftspolitik der Bundesregierung weiterhin ausbleibt. Die Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie warten dringend auf schnelle Entlastungen. Diese müssen jetzt greifen und nicht erst in ein paar Jahren.“

Außerdem müsse die Bundesregierung zügig in einen Grundsatzdialog mit der gesamten Breite der Wirtschaft treten und sich dabei nicht nur auf die Großunternehmen konzentrieren, ergänzte Klein mit Blick auf das Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Konzernvertretern im Kanzleramt. „Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Land. Es ist jetzt endlich an der Zeit, diese stärker in die politische Dialogprozesse einzubinden und dafür zu sorgen, dass diese in den Genuss von Entlastungen kommen, die ihnen auch wirklich helfen. Sonst ist der Industriestandort Deutschland für die systemrelevante Kautschukindustrie in absehbarer Zeit Geschichte.“
Quelle: WDK

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung