Stromkostenentlastung zu gering Kautschukindustrie: Produktionsstrompreis notwendig

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Laut WDK leidet die Kautschukindustrie unverändert unter den Energiekostennachteilen in Deutschland und bleibt dringend auf eine schnelle Entlastung angewiesen. Erfahren Sie warum.

Die deutsche Kautschukindustrie erachtet den europäischen Beihilferechtsrahmen (CISAF) als nicht ausreichend für die dringend notwendige Strompreisentlastung. (Bild:  © Winyu – stock.adobe.com)
Die deutsche Kautschukindustrie erachtet den europäischen Beihilferechtsrahmen (CISAF) als nicht ausreichend für die dringend notwendige Strompreisentlastung.
(Bild: © Winyu – stock.adobe.com)

Der deutschen Kautschukindustrie droht ein dauerhafter Verlust ihrer Wettbewerbsfähigkeit mit gravierenden Auswirkungen auf den Standort, sofern keine Strompreisentlastung erfolgt. Deshalb fordert der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WDK) gemeinsam mit anderen betroffenen mittelständischen Industriebranchen des „Bündnis faire Energiewende“ schnellstmöglich einen Produktionsstrompreis, der die globale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen wiederherstellt und sichert.

Michael Klein, Präsiden des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie(Bild:  Redaktion)
Michael Klein, Präsiden des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie
(Bild: Redaktion)

„Gerade der industrielle Mittelstand profitiert aktuell kaum von den existenten Entlastungstatbeständen und zahlt schon jetzt meist höhere Strompreise als Großverbraucher“, erklärte WDK-Präsident Michael Klein. Für einen wirksamen Industriestrompreis müssten die Gesamtstromkosten gedeckelt, der Kreis berechtigter Branchen und Unternehmen erweitert sowie auf Gegenleistungen bei einer reinen Stromkostenentlastung verzichtet werden. „Bisher sieht die Stromkostenentlastung dagegen so aus: Zu wenig, zu kompliziert, zu bürokratisch.“

Differenzierung gefragt

Von einem solchen Produktionsstrompreis zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie müsse ein Dekarbonisierungsstrompreis unterschieden werden, der ein ganz anderes Ziel verfolge, nämlich die klimafreundliche Transformation der Industrie. Dieser müsse ebenfalls mehr Unternehmen zugänglich sein und für mindestens zehn Jahre verlässliche Investitionen in die Elektrifizierung von Produktionsprozessen ermöglichen.

„Einer solchen umfassenden Entlastung deutscher Unternehmen steht derzeit jedoch das europäische CISAF-Regelwerk der EU-Kommission im Weg. Dieses Bewertungsraster legt fest, unter welchen Bedingungen nationale Beihilfen genehmigungsfähig sind – und schränkt die Spielräume der Mitgliedstaaten erheblich ein. Die Bundesregierung muss sich daher auf EU-Ebene dringend für die Entbürokratisierung, schlankere Prozesse und die Erweiterung des Beihilferahmens einsetzen“, so Klein.
Quelle: WDK

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung