Halogenierter Butylkautschuk aus China  Befar plant Ausbau der Kapazität um 70.000 jato 

Von Matthias Gutbrod 1 min Lesedauer

Die Befar Group investiert rund 236 Mio. Euro in den Bau einer Neuanlage für halogenierten Butylkautschuk im chinesischen Binzhou. Der Betrieb ist auf 70.000 Jahrestonnen Chlor- und Brombutylkautschuk ausgelegt. Ein direkter Pipeline-Anschluss an eine bestehende Isobutylen-Synthese sichert Verarbeitern eine stabile Rohstoffversorgung.

Petrochemie-Komplex der Befar-Group in Binzhou, Provinz Shandong, China.(Bild:  Befar)
Petrochemie-Komplex der Befar-Group in Binzhou, Provinz Shandong, China.
(Bild: Befar)

Die Befar Group hat über ihre Tochtergesellschaft Shandong BinHua New Material den Bau einer neuen Produktionsstätte für Spezialkautschuke beschlossen. Am Standort in der Wirtschaftsentwicklungszone Beihai (Stadt Binzhou, Provinz Shandong) entsteht im ersten Bauabschnitt eine Anlage mit einer Kapazität von 70.000 Tonnen halogeniertem Butylkautschuk pro Jahr. Das Vorhaben bildet die erste Phase eines auf insgesamt 250.000 Jahrestonnen ausgelegten Gesamtkomplexes für Spezialkautschuke. Der geplante Baubeginn ist für den 30. Juni 2027 mit einer Ausführungsdauer von 24 Monaten angesetzt.

Prozessintegration und Rohstoffabsicherung

Der technische Kern der Synthesestraße erlaubt die wechselweise Produktion von Brombutylkautschuk (BIIR) und Chlorbutylkautschuk (CIIR). Der jährliche Bedarf an Isobutylen als Hauptrohstoff beläuft sich auf 63.700 Tonnen. Die Versorgung erfolgt direkt über eine Pipeline aus der am Standort befindlichen Isobutylen-Anlage der Shandong BinHua New Material, die über eine Kapazität von 100.000 Jahrestonnen verfügt. Die direkte Rohrleitungskopplung senkt die Logistikkosten und stellt eine gleichbleibende Rohstoffqualität für die Polymerisation sicher.

Grüne Energieversorgung und europäische Marktausrichtung

Die elektrische Energieversorgung des Produktionsstandorts wird über ein integriertes System aus Erzeugungs-, Netz-, Last- und Speicherstrukturen abgedeckt, das auf Wind- und Solarenergie basiert. Durch die Einbindung erneuerbarer Energien senkt der Betreiber den CO2-Fußabdruck der Kautschuksynthese. Die Dekarbonisierung des Herstellungsprozesses soll die Erfüllung regulatorischer Vorgaben beim Export in den europäischen Markt unterstützen.

Das Einsatzgebiet der produzierten BIIR- und CIIR-Qualitäten umfasst neben Reifenanwendungen (Innerliner) auch technische Elastomererzeugnisse sowie Komponenten für die Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Hinweis: Die Inhalte dieser Meldung wurden einer Kapitalmarkt-Mitteilung an der Börse Shanghai entnommen, die vom Vorstand der Befar Group herausgegeben wurde. 

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